KA-ZA - KAvango-ZAmbezi Transfrontier Conservation Area

Fakten:
Beteiligte Länder: Angola, Botswana, Namibia, Zambia, Zimbabwe
Größe: ca. 520.000 km2
Website: www.kavangozambezi.org

Überblick:
Die KAvango-ZAmbezi Transfrontier Conservation Area (KA-ZA TFCA) ist mit einer Fläche von ca. 520.000 km2 das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet der Erde. Die Länder Angola, Botswana, Namibia, Zambia und Zimbabwe machen es sich zur Aufgabe durch den Zusammenschluss von insgesamt 36 Nationalparks, Naturschutzgebieten und Reservaten, die nachhaltige Entwicklung des Tourismus und der Wirtschaft sowie den Erhalt der Biodiversität zu fördern. Zu den bekanntesten Schutzgebieten der TFCA gehören: Kafue- und Sioma Ngwezi Nationalpark in Zambia, Hwange- und Victoria Falls Nationalpark in Zimbabwe, Chobe Nationalpark, Makgadikgadi Pans und Okavango Delta in Botswana, Bwabwata- und Khaudom Nationalpark in Namibia, sowie Luengue Luiana- und Mavinga Nationalpark in Angola.

Während der Konferenz der SADC (South African Development Community) in Angola am 18. August 2011 unterschrieben die Präsidenten der 5 KA-ZA Länder den Gründungsvertrag. Kurz danach, am 28. August 2011 eröffnete das KA-ZA Sekretariat und nahm seine Arbeit auf. Größter finanzieller Unterstützer ist das Deutsche Ministerium für Entwicklungshilfe und Zusammenarbeit durch die Deutsche Förderbank KfW. 


Natürliches und kulturelles Erbe:
KA-ZA TFCA ist Heimat der Victoria Fälle, eine UNESCO Welterbe-Stätte und eines der sieben Welt-Naturwunder. Außerdem beheimatet KA-ZA TFCA zwei weitere UNESCO Welterbe-Stätten: das Okavango Delta und Tsodilo Hills.
Der Okavango Fluss entspringt im Hochland von Angola und fächert sich im  Okavango Delta in Botswana auf. Je nach Wasserstand bedeckt dieses zwischen 6.000 und 15.000 kmder Kalahari-Wüste im Norden Botswanas.
Tsodilo Hills liegt westlich des Okavango Deltas, nahe der Grenze zu Namibia. Hier ist die größte Anzahl an Felszeichnungen weltweit zu sehen, nämlich 4.500 Einzelmotive auf 10 km2.  

In der KA-ZA TFCA gibt es unterschiedliche Vegetationszonen: Weideland, Feuchtgebiete, Trockenwald und eine Vielfalt an Waldflächen, außerdem Salzpfannen und Buschland. In der TFCA gibt es mehr als 3.000 verschiedene Pflanzenarten, davon sind 100 in einzelnen Regionen endemisch. 

Die TFCA trägt zum Erhalt bedrohter Tierarten bei, dazu gehören der Afrikanische Wildhund, Löwen, Geparden, Büffel, Nilpferde, Sitatunga- und Lechwe-Antilopen. Mehr als 600 Vogelarten wurden in der KA-ZA TFCA beziffert, außerdem 128 Reptilien- und 50 Amphibien-Arten.
KA-ZA ist Heimat der größten Elefantenpopulation auf dem afrikanischen Kontinent. Daher ist der Elefant das Aushängeschild der TFCA. Eine der Hauptaufgaben ist, für die ständig wachsenden Elefantenherden gesicherte Wanderkorridore zu schaffen und gleichzeitig den Bedarf an Weideland der örtlich ansässigen Bevölkerung zu berücksichtigen und zu schützen. 


KA-ZA und die lokale Bevölkerung:
Es leben ca. 2 Millionen Menschen in der KA-ZA TFCA, die ihren Lebensunterhalt unter anderem mit Weidewirtschaft, Ackerbau, der Jagd oder als Fischer bestreiten. Der große Anteil des touristischen Sektors bietet außerdem viele Arbeitsplätze für die örtliche Bevölkerung. Ein Ziel der KA-ZA-Behörden ist es, die sozio-ökonomischen Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung zu verbessern, indem wirtschaftliche Entwicklung, Tourismus,  Natur- und Umweltschutz in Einklang gebracht werden.  

Die Regierungen von Zambia und Zimbabwe entschieden im August 2013 ein KA-ZA-Visum einzuführen und damit die Einreisebedingungen für Touristen für diese beiden Länder zu vereinfachen. Damit war ein großer Schritt der KA-ZA TFCA auf dem Weg getan, ein attraktives touristisches Ziel zu werden. Auch wenn es noch immer logistische Schwierigkeiten gibt, so ist geplant, dass das KA-ZA-Visum auch auf die Partnerländer Botswana, Namibia und Angola anwendbar wird. Im Dezember 2016 wurde das bestehende KA-ZA-Visum zwischen Zambia und Zimbabwe wiederbelebt und für 65 Länder freigeschaltet. 


WIGWAM Tours und KA-ZA:
WIGWAM Tours ist der touristische Partner der KA-ZA TFCA im Deutsch sprechenden Raum. Seit zwei Jahren haben wir eine KA-ZA-Gruppenreise im Programm, die erfolgreich durchgeführt wird. Diese Reise zeigt den Gästen die Naturschönheiten bestimmter Regionen in Namibia, Botswana und Zambia, außerdem erlebnisreiche Tierbeobachtungen und sie gibt einen Einblick in einige der Projekte, die vor Ort umgesetzt werden. Genau dieser Blick hinter die Kulissen vervollständigt das Reiseerlebnis.

Neu im WIGWAM-Portfolio ist eine zweite Reise ins KA-ZA Gebiet, diesmal liegt der Schwerpunkt in Zimbabwe. Bei der Hausboot & Lodge-Safari sind Sie drei Tage auf einem exklusiv gecharterten Hausboot auf dem Lake Kariba unterwegs. Sie erkunden das größte Schutzgebiet Zimbabwes, den Hwange Nationalpark und unternehmen intensive Pirschfahrten und Bootstouren im Mana Pools- und Matusadona Nationalpark. Auch bei dieser Reise werden verschiedene KA-ZA-Projekte besucht. 

Außerdem können Sie ganz privat und individuell die KA-ZA-Region bereisen: In unserem Privatreisen-Katalog oder auf unserer Website finden Sie einen Reisevorschlag für eine private KA-ZA Lodge Safari nach Zambia, Namibia und Botswana.

Weitere Reisen sind in Planung – behalten Sie unsere Homepage im Auge. In der Rubrik Reiseziele Afrika halten wir Sie aktuell informiert.  

KA-ZA Projekte, die bei Reisen mit WIGWAM Tours besucht werden:
Besuch der Buschmänner an der südlichen Grenze des Kaudom Nationalparks in Namibia: Nur wenige Touristen verirren sich in diese Region, die WIGWAM-Gäste sind gern gesehen bei den Buschmännern. In Zusammenarbeit mit KA-ZA ist hier ein „living museum“ entstanden, in dem die Gäste die Kultur der Buschmänner kennenlernen und erleben. Sie machen Feuer ohne Feuerzeug und lernen viel über die Heilpflanzen und deren Nutzen.

Nambwa Lodge in Namibia: In dieser Lodge wird der KA-ZA-Gedanke auf eindrucksvolle Weise umgesetzt. Sie kooperiert eng mit den umliegenden Gemeinden. Nambwa gibt z.B. 30% des Gewinns an diese Gemeinden ab, von denen das Land gepachtet wurde, auf dem die Lodge errichtet ist.

Im Dorf Sangwali an der Grenze von Namibia und Botswana haben die Dorfbewohner es geschafft, mit den Geldern aus dem Ökotourismus Wassertanks und Wasserleitungen zu errichten. Ziel ist, dass jeder Haushalt fließendes Wasser erhält.  Außerdem wird in die Stromversorgung investiert, damit das Dorf ans nationale Stromnetz angeschlossen wird.

In Kariba, am Lake Kariba gelegen, arbeitet KAWFT (Kariba Animal Welfare Fund Trust) und setzt sich z.B. dafür ein, dass der Müllabladeplatz von Kariba eingezäunt wird, um die Elefanten zu schützen. Denn diese fressen den Plastikmüll und verenden jämmerlich an zu viel Plastik im Magen.

Beim Hwange Nationalpark setzt sich die Painted Dogs Conservancy dafür ein, dass die seltenen Wildhunde, die nur in Afrika leben, geschützt werden.
Die Soft Foot Alliance versucht, Tierschutz in Einklang mit den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung zu bringen. Sie errichten z.B. Sichtschutzzäune, um Rinder vor Löwen zu schützen und erläutern den Dorfbewohnern an praktischen Beispielen den Nutzen von Bienenstöcken zum Schutz der Felder vor Elefanten.

In Victoria Falls versucht die Victoria Falls Anti Poaching Unit (VFAPU) der Wilderei mit Drahtschlingen Einhalt zu gebieten indem sie die Bevölkerung in den Tierschutz einbezieht.

Die KAZA-Region im südlichen Afrika