Mexiko / Baja California Reisen

In Kleingruppen auf ausgewählten Routen die Wildnis Mexikos entdecken.

  • WIGWAM-Tours organisiert nachhaltige und verträgliche Reisen für Naturfreunde
  • entdecken Sie die unberührte Kakteen-Landschaft auf der Halbinsel Baja California und campen Sie an einsamen Stränden unterm Sternenhimmel
  • freuen Sie sich auf Tierbeobachtungen und schwimmen Sie mit Walen und Seelöwen
  • verlassen Sie sich auf eine fachkundige WIGWAM Reiseleitung vor Ort
  • wandeln Sie auf den Spuren der Maya auf der Halbinsel Yucatan 
  • erkunden Sie die Gegend der Tarahumara-Indianer mit dem Chepe Zug

Mexiko – da denkt man zuallererst an Tortillas, Tequila, Tacos, Mariachi Bands, Sombreros und vielleicht die Mayas oder Azteken. Aber Mexiko hat sowohl kulturell als auch landschaftlich viel mehr zu bieten. Das Land ist so kontrastreich wie sonst wenige: Von tiefem Dschungel über karibische Sandstrände, bunten kolonialen Städtchen zu Ruinen antiker Hochkulturen, von trockenen Wüsten bis zu Vulkanlandschaften oder tiefen Schluchten gibt es eine große Vielfalt zu entdecken.
Einige der weniger bekannten Juwelen finden Sie zum Beispiel auf der Halbinsel Baja California. Umringt vom Cortez Meer und dem Pazifik erstrecken sich Wüstenregionen, Palmen-Canyons, Dattelpalmenoasen, Berge, Vulkane, flache Lagunen und fruchtbare Ebenen. Die zentrale Wüste beheimatet viele endemische Kakteen, am prägnantesten ist der bis zu 20 Meter hohe Cardon oder die schlanken rotschöpfigen Ferrokakteen. Die skurrilen Cirios (Idriabäume) gleichen einer Möhre, die verkehrt herum in den Boden gesteckt wurde. Alte Indianerkulturen hinterließen Fels- und Höhlenmalereien auf der gesamten Halbinsel, einige besonders gut erhaltene und durch die UNESCO ausgezeichnete bewundern Sie in der Sierra San Francisco.
Schon der Forscher Cousteau bezeichnete den Golf von Kalifornien als das „Aquarium der Welt“: Verspielte Seelöwen, Blauwale, Buckelwale, Finnwale und viele andere tauchen hier regelmäßig auf. An der pazifischen Küste bietet sich jedes Jahr zwischen Januar und April ein tolles Naturschauspiel: Die Buchten „Ojo de Liebre“ und „Laguna San Ignacio“ bieten einen idealen Lebensraum für Grauwale und ihre neugeborenen Jungtiere. Sie können hier aus nächster Nähe betrachtet werden.

 

Kupfercanyon & Baja California, Zugfahrt – Sierras – Kakteenwildnis
ab € 4.260,-
Natur Reise Baja California - Wale, Wandern, Wüste & Wildnis
ab € 3.460,-
Expedition zwischen Golf von Kalifornien - Pazifik, Sierras, Wüsten, Walbeobachtung
ab € 3.760,-
Wandern und Natur in der Sonora Wüste - Sierras & Inseln der Baja California
ab € 3.240,-
Allrad Expedition Baja California zwischen Pazifik & Golf von Mexiko
ab € 3.100,-
Expedition in den Dschungel zu Maya-Ruinen und Entspannung am Meer
ab € 2.495,-
Highlights auf der Baja California

Cardón-Kaktus
Das säulenförmige Gewächs ist ein lebender Wasserspeicher. Wenn es regnet, bilden die meisten innerhalb weniger Stunden neue Wurzelfasern, um so viel Feuchtigkeit wie möglich zu binden. Sie breiten sich in alle Richtungen aus und formen eine Art Matte um den Kaktus zu stützen und zu ernähren. Diese nur wenig unter der Bodenoberfläche liegenden Wurzeln erlauben dem Kaktus ein rasches Aufnehmen des Regenwassers bevor es verdunstet. Bei Regen dehnt der Cardon die senkrechten Falten, die längs um seinen Stamm angeordnet sind, aus. Mit seiner so vergrößerten Oberfläche, nimmt er so viel Wasser wie möglich auf. Dies wird auch als das „Ziehharmonika-Prinzip“ bezeichnet. Ein großer Stamm kann mit seinem porösen Gewebe einige tausend Liter Wasser speichern. Ihre Fähigkeit eine große Menge Wasser aufzunehmen, erlaubt ihnen lange Trockenzeiten zu überleben. Einige hundert Jahre können sie alt werden, Prachtexemplare werden über 19m hoch und wiegen mehrere Tonnen. In den trockenen Monaten Mai und Juni kommt es bei dem Cardón-Kandelaberkaktus zu einer herrlich weißen Blütenpracht. Mit ihrem Nektar bieten sie Insekten, Vögeln und Fledermäusen Nahrung. Im Gegenzug werden sie bestäubt. Aus den Blüten entstehen saftige Früchte, die einer noch größeren Vielzahl an Lebewesen wie Leguanen Nahrung und Feuchtigkeit liefern, bis die Sommergewitter einsetzen.


Tequila
Die Agave gehört zu den Gewächsen, die sehr vielfältig nutzbar ist. Die Sisalagave dient hauptsächlich zur Herstellung von Bindegarn sowie allem, dass sich daraus fertigen lässt wie zum Beispiel die berühmte mexikanische Hängematte. Zum anderen kann man den süßen Saft auch als Agavensirup verwenden, fermentiert hingegen ist er ein Rauschgetränk mit teilweise rituellem Charakter. Heute wird er zum Großteil destilliert und als Mezcal verkauft. Der Bekannteste ist der Tequila, welcher in der Nähe der Stadt Tequila gebrannt wird. Hierzu benutzt man ausschließlich die Blauen Agave. Der Mezcal wird manchmal mit einer Mottenraupe in der Flasche angeboten, was oftmals als „Wurm“ bezeichnet wird. Eine Geschichte besagt, dass ursprünglich kleine illegale Destillerien die Raupe in die Flaschen gaben, um das Destillat zu überprüfen. Zersetzte sich die Raupe, war das Destillat misslungen. Wurde sie dagegen konserviert, deutete es darauf hin, dass der Mezcal für Menschen genießbar war.


Kupfercanyon
Mitten durch die westliche Sierra Madre im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua verläuft der Barrancas del Cobre – auch Kupfer Canyon genannt. Die Kupfer-schluchten wurden über Jahrhunderte hinweg durch den hier verlaufenden Fluss aus dem Vulkangestein gewaschen und geformt. Der tiefste Punkt liegt 500 Meter über dem Meeresspiegel, der höchste Gipfel misst 2.528 Metern und somit ist der Kupfer Canyon noch tiefer als der wesentlich bekanntere Grand Canyon. Durch diese faszinierende Canyon Landschaft führt seit dem 22. November 1961 eine Bahnlinie. 65 Jahre brauchte man bis zur Fertigstellung. Auf rund 655 Kilometern passiert der Zug nicht nur die landschaftlichen Highlights, sondern windet und bohrt sich über 37 Brücken und durch 86 Tunnel – darunter der 937 m lange La-Pera-Tunnel – bis auf eine Höhe von 2.439 m. Die herausragende Streckenführung kann als Musterbeispiel für kreative Ingenieurskunst angesehen werden. Wenn alles planmäßig verläuft, schafft man die berühmte Strecke in 15 Stunden und hat immer wieder atemberaubende Aussichten. Besonders interessant ist die Fahrt von der Zugstation in Creel. Es geht zuerst bergauf, bis nach Los Ojitos. Bizarre Felsen prägen den höchsten Punkt der Reise. In Divisadero hält der Zug für 20 Minuten, damit alle Passagiere einen Blick über die 1.500 m steil abfallenden Felshänge werfen können. Gischtschäumende Wasserfälle und gewaltige Canyons säumen den Weg. Manche Gegenden laden zu Wanderungen direkt am Rande des Canyons ein. Immer wieder eröffnet sich ein gigantischer Blick und mit jedem Schritt ändert sich das Bild auf das eindrucksvolle Schluchtensystem. Hier trifft man auch auf die Tarahumara Frauen, gekleidet in farbenprächtige Röcke, mit ihren Babys auf dem Rücken, sitzen sie und flechten Körbe. Eine Zugfahrt die an Höhepunkten, Fotomotiven und Ausblicken unvergleichbar ist und auf jede Reiseliste gehört.


Grauwale
Grauwale leben einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen. Sie wandern jährlich zwischen den Nahrungsgründen der kalten Gewässer und den Tropen hin und her. Dabei legen Grauwale einige Tausend Kilometer zurück. In den tropischen Gewässern erfolgt die Geburt und Aufzucht der Kälber. Ein Weibchen bringt nach einer Tragezeit von rund 380 Tagen nur alle zwei Jahre ein Jungtier zur Welt. Unmittelbar nach der Geburt drückt das Muttertier ihr Kalb an die Wasseroberfläche, damit es die ersten Atemzüge machen kann. Aufgrund der 60 Prozent fetthaltigen Milch wachsen Jungtiere sehr schnell heran. Grundsätzlich ernähren sich Grauwale von kleinen Meerestieren wie Plankton, Weichtieren und kleineren bis mittelgroßen Fischen. Ihr Fressverhalten beruht dabei auf ausgeklügelten Jagdstrategien. Grauwale tauchen unter einen Schwarm Fische und lassen Luftblasen in einem Ring um den Schwarm steigen. Die verängstigten Fische rücken näher zusammen und werden dann in großen Portionen vom Grauwal verschlungen. Der Grauwal kann ein Gewicht von rund 30-35 Tonnen bei einer Körperlänge von 13-14 Metern erreichen. Die mächtige Schwanzflosse kann eine Spannweite bis zu 3,50 Meter aufweisen. Der Grauwal gehört zu den Bartenwalen. Barten sind sehr dünne bis zu 25 cm lange Hornplatten, die dicht aneinander stehen und als Filter für Nahrung dienen. Unter der Haut liegt eine dicke Fettschicht, der sogenannte Blubber, der zum einen als Schutz vor Kälte in den polaren Gewässern dient. Zum anderen wird in diesem fetthaltigen Gewebe Tran gespeichert, das den Grauwalen den entsprechenden Auftrieb im Wasser ermöglicht. Der Grauwal wurde früher erbarmungslos gejagt, bis an den Rand der Ausrottung. Der berühmt-berüchtigte Walfänger Scammon hatte das Geheimnis der Baja Lagunen entdeckt und die Wale gnadenlos abgeschlachtet, bis es weltweit nur noch etwa 250 Tiere gab. Seit 1946 ist der Grauwal strikt geschützt und konnte sich in der Zwischenzeit wieder so gut erholen, dass Kenner heute der Ansicht sind, dass die Population mit ca. 20.000 Tieren wieder auf dem Stand ist wie vor der Waljagd.


Golf von Kalifornien
Der Golf von Kalifornien ist eine Bucht zwischen dem Festland und der Halbinsel Baja California, die nahezu parallel in nahezu nordsüdlicher Richtung zum Festland verläuft.Die Bucht beginnt kurz hinter der Grenze zu den USA und endet nach rund 1.100 km im Pazifik. Ihre größte Breite beträgt etwa 190 km, an der schmalsten Stelle der Bucht sind es ca. 60 km. Im Jahre 2005 wurden die Inseln und Schutzgebiete des Golfes zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt, damit wurden auch rund 490 km² der Meeresfläche als Schutzgebiet ausgewiesen. Der Golf von Kalifonien besitzt eine Fläche von 160000 qkm. Zu dieser Fläche zählen auch 37 Inseln. Die beiden größten Inseln sind die Isla Ángel de la Guarda mit einer Fläche von 895 km² und Tiburón Island mit einer Fläche von 1208 km². Einige Inseln, darunter auch die Isla Coronado, sind Inseln mit aktiven Vulkanen.

Praktische Reiseinformationen

Klima & Wetter
Die Baja California teilt sich klimatisch in Süden und Norden. Während es im Norden im Winter sehr kalt werden kann (Schnee in den Hochlagen der Sierras), der Niederschlag i.d.R. im Frühjahr fällt und die Sommer heiß sind, liegen die Temperaturen im Südteil das ganze Jahr deutlich höher. Hier regnet es normalerweise im Herbst, was schwüle tropische Temperaturen zu Folge hat. Auf dem mexikanischen Festland herrscht ein wüstenähnliches Klima, so dass ganzjährig mit starker nächtlicher Abkühlung zu rechnen ist.

Einreise
Zur Einreise nach Mexiko muss kein Visum beantragt werden, es ist lediglich ein 6 Monate über die Reisezeit hinaus gültiger Reisepass erforderlich. Weitere Reise- und Sicherheitshinweise für Mexiko finden Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.

Währung
Die Landeswährung ist der mexikanische Peso (MXN). Wir empfehlen den Geldwechsel erst vor Ort in Mexiko. Ihr Reiseleiter gibt Ihnen hierfür die nötigen Informationen zu Beginn der Reise. Zudem wird überall der US$ als Bar-Zahlungsmittel akzeptiert. Empfohlen wird daher die Mitnahme von US$ in möglichst kleinen Scheinen sowie einer EC-Karte und eine Kreditkarte (wenn vorhanden), mit der Sie in größeren Orten Geld aus dem Automaten bekommen (PIN-Nr. nicht vergessen!). Bargeld in EURO kann auf der Baja California in so gut wie keiner Bank umgetauscht werden. 

Stromversorgung
Sie benötigen einen Adapter Typ A und B, um Elektrogeräte aus Deutschland überall nutzen zu können. Die Stromspannung beträgt 110 V. Elektrogeräte sollten auf diese Stromspannung umschaltbar sein.

Gesundheit
Alle Standardimpfungen werden empfohlen. Bei direkter Einreise aus Deutschland sind derzeit keine Pflichtimpfungen vorzuweisen. Weitere medizinische Hinweise finden Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.

Telefon
Die Landesvorwahl von Mexiko ist +52.

 

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