von die WOM-Redakteure

Update zum Projekt: lab of tomorrow

Neue Ideen zur Nachhaltigkeit und Digitalisierung in Namibia

lab of tomorrow - das nachhaltige Ideensymposium

Bereits in unserem letzten Blog-Artikel haben wir Euch das Projekt "lab of tomorrow" vorgestellt. Wer den Artikel mit allen Infos hierzu noch nicht gelesen hat, hier geht´s lang: Wir sind dabei, beim Projekt lab of tomorrow.

Der sogenannte "Ideation Sprint" (Ideenbildung) fand vom 28. bis 31. März in Windhoek/ Namibia statt.

Unser Teilnehmer für WIGWAM: Thomas Winter

Unser langjähriger und erfahrener Reiseleiter Thomas Winter ist stellvertretend für WIGWAM bei diesem Projekt mit dabei.

Wir waren nun schon seit Wochen damit beschäftigt, aus dem Aufenthalt von Thomas in Windhoek das Beste heraus zu holen. Neben dem Ideation Sprint vom lab of tomorrow hätte  Thomas noch ein paar Erkundungsfahrten in Namibia gemacht, um für zukünftige Reisen ein paar weitere Highlights auszukundschaften.

Aber manchmal kommt es leider anders als man denkt - nur vier Stunden vor seinem Abflug nach Windhoek wurde der Flug annulliert. Somit hieß es dann plötzlich: improvisieren und das Beste daraus machen!

Die Ideenwoche ist vorbei - eine Zusammenfassung

Thomas hat für uns seine Erfahrungen zusammengefasst:

Der "Ideation Sprint" ist leider für mich anders verlaufen als gedacht. Nur vier Stunden vor Abflug wurde mein Flug nach Windhoek ohne Grund gecancelt und der nächste Flug wäre erst dann gewesen, wenn die Konferenz fast zu Ende war.
So saß ich dann zu Hause an 2 PC´s und nahm online am Geschehen in Windhoek teil.

Der erste Tag des Symposiums

Teambildung: wir sind sieben Personen aus Deutschland, Südafrika und Namibia, haben uns nie zuvor gesehen und haben nun das gemeinsame Ziel, in vier Tagen ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Dieses soll einerseits die digitale Zukunft und andererseits die lokale Bevölkerung mit einbeziehen und die Nachhaltigkeit der Biodiversität erhalten.

Was für eine Aufgabe! Vier Leute sind aus der IT Branche und drei Leute aus dem Tourismus. Da prallten zwei Welten aufeinander, aber gegen Abend kristallisierte sich eine Idee heraus, mit der alle leben konnten. Vier andere Teams entwickelten ähnliche Konzepte.

Die Konzeptidee meines Teams war: Live Safaris mit 360° Kameras zu filmen, so dass Leute in Europa sich diese anschauen können, ohne zu reisen (wenn es ihnen z.B. nicht möglich ist, zu verreisen). Oder um sich ein Bild im Vorfeld von dem Land zu machen. Eine Idee ist auch, dass Angehörige zuhause direkt an einer Reise z.B. des Sohnes teilnehmen können.
Natürlich gab es da genügend Gesprächsstoff, um diese erste Idee mit allem Für und Wider zu erörtern.

 

An Tag 2 wird analysiert

Dieser Tag war dazu da, die ganze Idee von allen Seiten zu beleuchten, Argumente für und dagegen zu finden und vor allem auszudiskutieren, was möglich ist und was man verwerfen soll. Bei mir zuhause sah das dann so aus:

Vor Ort in Windhoek auf einem digitalen Flipchart wurden die Ideen von allen dann so dargestellt:

Die Idee wird getestet

Am dritten Tag des Workshops wurde die Geschäftsidee per online Interviews mit einem Farmer und Lodgebesitzer, mit einem Investor und mit
verschiedenen Tourismusanbietern direkt getestet und die Rückmeldungen in das Modell verarbeitet.

Es wurde wieder viel diskutiert, Ideen verworfen, Ideen hinzugefügt. Die Machbarkeit diskutiert und unter anderem auch gestritten.
Das Ergebnis des dritten Abends durfte sich aber sehen lassen.

Der letzte Tag des Symposiums

Letzte Anpassungen an das Modell und die Vorbereitung für die Präsentation vor Publikum und vor allem vor vier Jurymitglieder, die kritische Fragen zum Modell und zur Machbarkeit stellen werden. Den ganzen Tag haben wir am Präsentationstext gefeilt, angepasst und verworfen.

 

 

Das Ergebnis von unserer Teamarbeit

"Hallo, ich bin Dennis von Team 2.
Als ich meiner Mutter sagte, dass ich nach Namibia gehe, war sie besorgt. Was sie von Afrika in den Nachrichten gesehen und gelesen hatte, machte sie besorgt um meine Sicherheit, und mehr noch, alles, was sie von Namibia gesehen hatte, waren Wüsten und Dünen. Sie verstand nicht, warum ich nach Namibia reisen wollte. Wenn sie nur sehen könnte, was ich erlebe, würde sie sich so viel besser fühlen."

Zweifellos kennen Sie auch mindestens eine Person, die einem Besuch in Subsahara-Afrika skeptisch gegenübersteht. Mit unserer Lösung können Sie sie bequem von zu Hause aus auf Ihre Reisen mitnehmen, damit sie beruhigt sind und die Wunder dieser Welt erleben können.

Unsere Idee ist, eine browser- und vr-basierte Plattform (vr= virtuelle Realität) für lokale Betreiber, die Remote-Live-Reisen für Kunden auf der ganzen Welt ermöglicht. Unser Produkt bietet den lokalen Betreibern vr-fähige Kameras und eine breite Internetverbindung, sodass wir ein neues immersives Fernreiseerlebnis schaffen können. Der neue „Metaverse“-Hype und insbesondere COVID haben bewiesen, dass Menschen sich nach neuen sozialen und virtuellen Erfahrungen sehnen, ohne um die ganze Welt reisen zu müssen. Auch Mutter Natur wird es Ihnen danken.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Damit das gelingt, würden wir uns natürlich auf eine Sache verlassen, die wir alle hier in diesem Raum als nicht so zuverlässig empfanden – die Internetverbindung.
Die Internetinfrastruktur und -konnektivität steckt in vielen Teilen dieser Welt noch in den Kinderschuhen. Geben Sie Elon Musk ein. Mit seinem innovativen Unternehmen namens Starlink wird er das ländliche Südafrika bis Ende 2022 mit Internet versorgen. Unser Ziel ist es also, diese Technologie zu nutzen und den Menschen vor Ort zu helfen, sich mit dem Rest der Welt zu verbinden. Reiseveranstalter erhalten neue Vertriebskanäle für ihre Touren und verlassen sich nicht nur darauf, dass Menschen physisch nach Namibia kommen.

Unser Projekt wird das bestehende Angebot erweitern und einen positiven Nebeneffekt für lokale Gemeinschaften haben. Unser Geschäftsmodell besteht darin, 360°-VR-fähige Kameras auf Fahrzeugen zu platzieren, die mit unserer Plattform verbunden sind. Diese werden es Freunden und Familie ermöglichen, ein immersives Remote-Live-Erlebnis zu haben und sogar in Echtzeit mit den Reiseleitern zu interagieren.

Wie geht es weiter?

Mit diesem Projekt ist es uns möglich, dass wir mit unseren vielfältigen Kompetenzen in den Bereichen Tourismus, Naturschutz und neuen Technologien unsere Vision verwirklichen können. Wir möchten allen Menschen unabhängig von Standort, sozialer Stellung, Einkommen und körperlichen Fähigkeiten den Genuss ermöglichen, die Pracht unserer schönen und kostbaren Welt zu erfahren.

Das Ziel ist nun, dass zusammen mit der GIZ dieses Projekt weiterentwickelt wird, so dass es dieses Jahr noch auf den Markt gebracht werden kann. Neue Ideen für Sie als unsere treuen Kunden und natürlich Hilfe für die lokale Bevölkerung sollen daraus entstehen.

Auch wenn wir den Anschluss in der digitalen Entwicklung im Tourismus nicht verpassen möchten - die Philosophie von WIGWAM liegt nach wie vor eindeutig im wahren "Erleben" der Reisen, der Menschen, der Kultur, der Tier- und Pflanzenwelt vor Ort.

Es war und ist trotzdem eine wichtige Erfahrung, bei diesem nachhaltigen Projekt mitwirken zu können. Es bleibt also spannend, was sich dann letztendlich wie umsetzen lässt.

Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden!

Haben Sie Lust bekommen auf eine "echte" Safari nach Namibia?

Auch wenn das lab of tomorrow ein interessantes und spannendes Projekt ist -  möchten Sie die Wildnisse von Namibia lieber "live" erleben?

Auf unseren unterschiedlichen Reisen ins südliche Afrika erleben Sie die ganze Vielfalt von Kultur, Tiere und Pflanzen. Vielleicht finden Sie auf bei unseren Reisen für Kurzentschlossene ein Traumziel, das Sie schon immer bereisen wollten!

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