von Susanne Siegel

Unsere WIGWAM Station in Zambia

Unsere Stationsleitung Sophia in Lusaka/Zambia im Gespräch

Auf Tiersafari durch den South Luangwa Nationalpark mit Pirschfahrten und Walking-Safaris

Interview mit Stationsleiterin Sophia R. Mwale

Das wichtigste zuerst: Die aktuelle Situation & Sicherheit in Zambia

WOM (= Wigwam Online Magazin): Die Pandemie hat die Reisemöglichkeiten auch in Deinem Land stark eingeschränkt. Wie ist die momentane Situation? Können wir wieder nach Zambia reisen?

Sophia: Ich fühle mich in Zambia sehr sicher, aber sicher auch deswegen, weil Covid hier nie das gleiche Problem geworden ist wie in anderen Ländern. In Zambia, hier meine ich aber fast das gesamte Afrika, hat viele andere Probleme, welche die meisten anderen Ländern nicht mehr haben. Ich rede hier von Krankheiten wie HIV, Malaria und vielen anderen. Wir bekämpfen Covid, wir kämpfen aber auch gegen viele andere Krankheiten, was den Schwerpunkt ganz klar verschiebt. Wenn man in Zambia unterwegs ist, ist es sehr gut möglich Distanz zu halten, weil wir hier sehr viel Platz haben und wir halten uns auch weitestgehend an die Maskenpflicht, zumindest in den Bereichen, wo sich Touristen aufhalten. Außerdem findet fast alles draußen statt. In den Fahrzeugen kann dann selbst entschieden werden, wie man gemeinsam und sicher unterwegs sein möchte.

Zambia ist mehr als eine Reise wert

Sophia mit ihrem Mann Nthakalizwe und Tochter Theodora

WOM: Dich hat es im Mai 2018 nach Zambia gezogen. Du hast dort Deine Familie und Dein Zuhause gefunden. Erzähl mal, was Dich so fasziniert hat, dass Du ausgerechnet nach Zambia ausgewandert bist.

Sophia: Mein Mann ist gebürtig aus Zambia und ist als Student nach Namibia gegangen, wo wir uns kennengelernt haben. Nach vielen verschiedenen Herausforderungen und nach der Geburt unserer Tochter haben wir entschieden, dass wir in eines unserer Heimatländer ziehen müssen und da ist die Wahl einstimmig auf Zambia gefallen. Wir haben hier viel Familie, Unterstützung, fühlen uns sicher und zu Hause.

WOM: Was vermisst Du aus Deutschland? Und was würdest Du niemals dagegen eintauschen?

Sophia: Ganz klar! Als Berlinerin vermisse ich meinen Döner mit Zwiebeln und Knoblauchsoße. Nutella ist auch ganz wichtig! Ich bin etwas traurig, dass Theodora nicht öfter mit ihren Großeltern zusammen sein kann, aber wir versuchen unser Bestes uns gegenseitig regelmäßig zu besuchen, so dass unsere Tochter beide Länder und Kulturen kennenlernt.

WOM: Du leitest in Lusaka eine Lodge. Auch bei den Wigwam Reisen machen die Gäste dort Station. Was bedeutet "Zuhause" für Dich?

Sophia: Zuhause ist als aller erstes Sicherheit: Sicherheit auch als Ausländer hier Zuhause sein zu dürfen, sicher als Familie und für zukünftige Planungen. Als zweites ist es die Familie meines Mannes, deren Teil ich geworden bin. Ich bin großer Verfechter des Mottos: Home is where your heart is. And my heart is here!

WOM: Gibt es ein regionales Lieblingsgericht aus Zambia und können Deine Gäste dies irgendwo probieren?

Sophia: Ich liebe das regionale, zambische Essen. Wir essen am liebsten Nshima (Maisbrei) mit den Händen und mit gekochten Bohnen, gebratenen Süßkartoffel-Blättern und regionales Fleisch. Wir bereiten ein traditionelles Essen auch immer für unsere Gäste auf den Wigwam Reisen zu und es ist eine super Erfahrung und echt lecker!

In Chifunda übernachten wir während der Safari und besuchen die Dorfbewohner

Foto von U. und D. Gehl (3. Platz unseres 1. Fotowettbewerbs)

 

WOM: In der Wild Dogs Lodge arbeiten viele einheimische Familien. Teilweise schon seit vielen Jahren. Die Pandemie führte ja zum gänzlichen Erliegen des Tourismus. Wie habt Ihr die Pandemie überstanden?

Sophia: Dank der Unterstützung von WIGWAM durch die Pandemie war es uns möglich, all unsere Mitarbeiter durchweg anzustellen. Das war eines der wichtigsten Ziele und ich bin sehr stolz, dass uns das gelungen ist. Jetzt freuen wir uns auf eine Zeit nach den 2 schwierigen Covid Jahren, in der alle wieder aufatmen können und die Hoffnung auf gute, kommende Jahre vorherrschend ist! Als in den 2 Jahren wenig zu tun war, durch ausbleibende Gäste, haben wir die Zeit nutzen können an der Lodge zu arbeiten und all dies zu tun, wofür man sonst keine Zeit hat.

 

WOM: Auswandern ist ja nichts für Langweiler ;-) Sophia, bist Du eigentlich ein abenteuerlicher Typ? Und was war Dein beeindruckendstes Erlebnis in Zambia?

Sophia: Auswandern ist sicher nicht einfach, aber für mich war es dennoch eine leichte Entscheidung. Ich war grad frisch aus der Universität als ich in Namibia meinen jetzigen Mann kennengelernt habe und alles danach war super einfach, weil es immer der Liebe wegen war. Ich bin überhaupt nicht abenteuerlich, bin sogar eher jemand, der es ruhig und geordnet mag, aber eine Mischung aus allem ist wohl das, was ich jetzt bin.

 

Danke Sophia für das interessante Gespräch.

Lernen Sie Sophia und ihr Team persönlich kennen! Thomas Heigenmooser aus unserem Büroteam war im Mai 2022 in Zambia in unserer Wild Dogs Lodge und hat ein tolles Video vor Ort gedreht, welches Sie hier ansehen können.

Bei all unseren WIGWAM Reisen nach Zambia übernachten Sie bei Sophia in der Wild Dogs Lodge.

 

Zambia für Kurzentschlossene

Hat Sie nun auch das Interesse an dem faszinierenden Land Zambia gepackt? Auf unserer Restplatzseite finden Sie alle WIGWAM Reisen, die bereits genug Anmeldungen haben oder mit Ihrer Anmeldung durchgeführt werden können.

 

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Susanne Siegel