von Franz Schubert
Nationalpark Torres del Paine in Patagonien
Patagonien ist jedem ein Begriff, wir wissen wo es in etwa liegt und verbinden es mit Natur pur, mit starkem Wind und riesigen Gletschern. In Bildbändern treiben zusätzlich einsame Gauchos ihre Schafherden dem Sonnenuntergang entgegen und niedliche Pinguine watscheln an langen Stränden Feuerlands entlang. Für viele wird es einfach immer ein Traum bleiben, weit weg, am anderen Ende der Welt. Für andere steht eine Reise nach Patagonien ganz oben auf der To-do Liste. Euch erzählen wir gerne wie es wirklich ist.
Gletscher Patagoniens
Der Nationalpark Torres del Paine liegt am unteren Ende des südlichen Inlandseises. Mit sagenhaften 350 km ist dieses nach der Antarktis und Grönland die mächtigste Eismasse des Planeten. Nur beim Anflug nach Punta Arenas, und dies auch nur bei Schönwetter, erhält man einen Überblick über dieses gigantische Naturwunder. Ansonsten erfreut man sich über eine der vielen Gletscherzungen, welche ebenfalls gewaltig sind, aber nur einen kleinen Teil des gesamten Inlandseises abbilden. Es sind insgesamt 49 Gletscherzungen. Die bekannteste davon liegt auf argentinischer Seite und kann von Calafate aus leicht besucht werden. Als Perito Moreno bekannt, lockt die 5 km breite Gletscherzunge Reisende aus aller Welt. Obwohl oft stark überlaufen, ist der Besuch trotzdem unvergesslich. Dies nicht nur wegen den gewaltigen Dimensionen, sondern auch wegen der umliegenden Landschaft.
Wanderungen im Torres del Paine Nationalpark
Wer vor dem Abstecher nach Calafate aus Zeitgründen scheut muss jedoch nicht auf den Anblick großer Gletscher verzichten. Besonders leicht zugänglich ist der Gletscher Grey innerhalb des Nationalparkes Torres del Paine. Ganz bequem und besonders nahe erreicht man diesen per Boot. Wanderer haben zusätzlich weitere Routen zur Verfügung. Kurz aber echt lohnend ist eine etwa vier Kilometer lange Rundtour am Südufer des Lago Grey. Wer noch näher an den Gletscher möchte unternimmt eine längere Tagestour welche am Camp Paine Grande startet. Das Camp kann man täglich mit Fährverbindung erreichen, in der Hochsaison muss diese aber unbedingt reserviert werden. Nach wie vor die Lieblingsroute vieler Wanderer ist der anspruchsvolle Aufstieg zum Lago Torres. Landschaftlich ein absoluter Traum, welcher aber vor allem wegen dem steilen und langen Aufstieg nur guten Gehern zu empfehlen ist.
Puerto Natales
Der Nationalpark Torres del Paine wird meist per Flug über Punta Arenas erreicht. Als Zwischenstopp bietet sich das überschaubare Puerto Natales mit seiner ausgezeichneten touristischen Infrastruktur an. Von hier aus ist der Nationalpark auf einer außergewöhnlichen Weise zu erreichen. Vormittags werden von einem größerem Ausflugsboot aus die Gletscher des Ultima Esperanza Fjordes bestaunt. Nachmittags erreicht man mit motorisierten Schlauchbooten den Westeingang des Parks. Mittlerweile findet sich auch auf dieser Seite des Parkes ein großes Angebot an Unterkünften.
Durch den Torres del Paine Nationalpark
Der riesige Nationalpark kann von verschiedenen Seiten und Eingängen besucht werden. Der Haupteingang an der Laguna Amarga wird von Puerto Natales aus über den kleinen Grenzort Cerro Castillo erreicht. Am Eingang werden die Eintritte kontrolliert die mittlerweile online bezogen werden müssen. Von hier aus führt ein Wanderweg zum Südeingang des Parkes welcher mit örtlichen Guides gerne für Pumabeobachtungen genutzt wird. Dieser als "Guarderiá Sarmiento" bekannte Südeingang kann natürlich auch mit dem Fahrzeug erreicht werden. Die Piste trifft später wieder auf die Hauptroute zur Laguna Amarga. Entlang der Parkstrasse reihen sich eine Vielzahl an fantastischen Aussichtspunkten, den sogenannten Miradores. Kleine Wanderungen führen zu weiteren Highlights, wie dem Salto Grande.
Tierbeobachtung im Torres del Paine Nationalpark
Der Torres del Paine zählt zu den Hot Spots der Tierbeobachtung und ist ohne weiteres mit bekannten Destinationen wie dem Amazonas, den Pantanal oder der Halbinsel Valdez zu vergleichen. Guanacos, Kondore und Nandus sind allgegenwärtig und leicht zu fotografieren. Für eine genauere Beobachtung lohnt sich auf alle Fälle ein kleines Fernglas. Füchse und Stinktiere laufen einem nur mit etwas Glück und besonders bei Dämmerung vor die Kamera. Früh morgens solltet ihr auch unterwegs sein, um Pumas zu sichten. Dies Chancen sind relativ hoch, besonders am Südeingang des Parkes. Vogelfreunde finden hier ausgezeichnete Verhältnisse und interessante Spezies, wie z.B. die flugunfähige Dampfschiffente.
Trekkingtouren im Torres del Paine Nationalpark
Zwei längere Trekkingrouten führen durch den Torres del Paine Nationalpark. Die 5-tägige W-Wanderung und die anspruchsvollere O-Route. Die Herkunft der Namen beider Routen sind leicht auf einer Wanderkarte durch ihre Form zu erkennen. Durch den großen Andrang an Trekkern aus aller Welt wurde der Zutritt stark reglementiert und muss online reserviert werden. Die komfortablere W-Wanderung punktet vor allem mit ihren Hütten samt Verpflegung, allerdings zu gesalzenen Preisen.



Mit WIGWAM nach Patagonien
Auf unseren Reisen "Land des Windes", "Patagonia Austral" und auch auf der "Wanderreise Patagonien" können Sie die atemberaubende Natur des Torres del Paine Nationalparks hautnah erleben. Unsere Seite für Kurzentschlossene zeigt Ihnen auf einen Blick, welche Reisen bereits von der Durchführung her garantiert sind (oder mit der nächsten Buchung).
Für die beste Reisezeit in Patagonien haben wir in diesem Blog-Artikel einige Tipps zusammen gestellt.
Für alle weiteren Fragen ist unser Lateinamerika-Team gerne für Sie da unter der Telefonnummer 08379 - 920 60 oder per E-Mail unter lateinamerika@wigwam-tours.de
Unser Wigwam Team in Chile
Wir sind Kati und Franz, leben seit 1993 in Chile und sind ständig am Reisen, um für Euch die besten Plätze, die schönsten Wanderungen und geeignete Unterkünfte mit viel Flair zu finden. Unsere Reiseleiter sind dabei genauso begeistert von diesem schmalen Streifen Land wie wir. Zusätzlich betreiben wir eine kleine Lodge im Herzen des Landes. Chile hat uns soviel geschenkt und damit dankbar gemacht. Um auch dem Land etwas zu geben gründeten wir eine Stiftung und führen Projekte im Bereich Umwelt und Bildung durch.
Weitere Details zu den einzelnen Projekten sowie viele weitere interessante und hilfreiche Informationen rund um Chile finden Sie auf der Homepage der Stiftung Trekkingchile von Kati und Franz.
