von Christiane Heckenbach

Serengeti Nationalpark

Artenreiche Tierwelt in freier Wildbahn

Serengeti – das ist seit jeher der Inbegriff einer Safari in Afrika. Endlose Weite, Giraffen, Elefanten und Löwenrudel, die durch die Savanne streifen, traumhafte Sonnenuntergänge vor den typischen Schirmakazien sowie die berühmte Wanderung der großen Gnu- und Zebraherden.

Der Serengeti Nationalpark im Norden Tanzanias wurde 1951 gegründet und gehört seit 1981 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die abwechslungsreiche Landschaft umfasst eine Fläche von ca. 14.800 Quadratkilometer und ist geprägt von offener, fast baumloser Grassavanne, gespickt mit vereinzelten Inselbergen, den sogenannten „Kopjes“, Akazienwäldern, Flussauen und Galeriewäldern.

Mit Höhenlagen von 920 bis 1850 Metern erstreckt sich die Serengeti vom Victoria See im Westen bis an die kenianische Grenze im Norden, wo sich der Masai Mara Nationalpark anschließt und zum Ngorongoro Schutzgebiet im Südosten.

Geführte Kleingruppenreise zu den Höhepunkten Tanzanias

Tanzania-Reisen in die Serengeti

Entdecken Sie den faszinierenden Nationalpark auf einer unserer beliebten Gruppenreisen nach Tanzania.

14 Tage Tanzania-Reise – Auf den Spuren von Dr. Grzimek zwischen Serengeti, Ngorongoro & Zanzibar
ab € 4.650,-
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9 Tage Safari-Reise mit Serengeti & Ngorongoro Krater – Out of Africa Feeling in Tented Camps und stilvollen Lodges
ab € 2.950,-
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15 Tage Tanzania-Camping-Safari zwischen Serengeti, Kilimanjaro und Zanzibar
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Die beeindruckende Tierwelt

Die Serengeti ist ein Tierparadies par excellence. Neben den „Big Five“, zu denen Löwen, Büffel, Leoparden, Elefanten und Nashörner gehören, beheimatet das Serengeti-Ökosystem auch Giraffen, Gnus, Zebras, Elenantilopen, Flusspferde, Geparde, Schakale, Hyänen, Löffelhunde, Servals, Paviane, Meerkatzen, Mangusten, Thomson Gazellen, Kuh- und Leierantilopen. An den Flussufern leben Nilwarane und Krokodile.

Nicht zu vergessen, die mehr als 500 Vogelarten, die den Park zu einem hervorragenden Reiseziel für Vogelliebhaber machen. Darunter Vogelstrauße, Sekretärvögel, Riesentrappen, Kronenkraniche, Marabus, Perlhühner, Webervögel, verschiedene Störche und Reiher, Madenhacker, Ohren- und Weißrückengeier, Kampfadler u.v.m.

Thomson Gazellen gehören zu den vielen Grasfressern in der weiten Savanne

Die große Tierwanderung

Die Migration von über einer Million Gnus, Zebras und Thomson Gazellen im Serengeti-Ökosystem ist die größte Huftierwanderung der Erde. Fast 1000 Kilometer legen die Tiere innerhalb eines Jahres auf ihrer immerwährenden Suche nach Wasser und frischem Gras zurück.

Der Kreislauf des Lebens

Es beginnt mit der Geburt. Zwischen Dezember und Februar kommen innerhalb weniger Wochen sämtliche Gnus und Zebras eines Jahres zur Welt. Dann ist die fruchtbare Kurzgrassavanne im Ngorongoro Schutzgebiet und in der südöstlichen Serengeti nach den kurzen Regenfällen im November/Dezember saftig und grün. Bis zum Horizont erstrecken sich die großen Herden, leichte Beute für die vielen Raubkatzen.

Wenn die Ebene im April/Mai allmählich austrocknet, setzen sich die Tiere langsam Richtung „Western Corridor“ in Bewegung. Hier müssen sie ein erstes Hindernis bewältigen, die Überquerung des Grumeti Rivers.

Im Juni/Juli passieren die großen Herden das Ikorongo Game Reserve, bevor sie schließlich im August/September den Mara River erreichen, der die Grenze zu Kenia bildet. Tagelang sammeln sich Gnus und Zebras zu Zehntausenden am südlichen Flussufer und warten auf das Signal des Leithengstes zum Überqueren. Das sogenannte „River Crossing“ ist ein beeindruckendes, aber gefährliches Spektakel, denn die Uferböschung ist steil und im Wasser lauern gewaltige Nilkrokodile. Zahlreiche Aasfresser kommen hier auf ihre Kosten.

Kurz vor Beginn der kurzen Regenfälle im November/Dezember überqueren die Huftiere im Oktober erneut den Mara Fluss. Über die nördlichen Ebenen und das Lobo Gebiet kehren sie in die Serengeti zurück, wo sie schließlich im Dezember zu ihren Kalbplätzen eintreffen.

Da der Jahreszyklus von lokalen Niederschlägen bestimmt wird, kann es von Jahr zu Jahr zu Schwankungen kommen.

Kleingruppenreise zu den Höhepunkten Tanzanias

Aktivitäten

Klassischerweise entdecken Sie die vielfältige Tierwelt der Serengeti in einem robusten Allradfahrzeug und in Begleitung eines unserer erfahrenen WIGWAM-Guides. Zahlreiche Wege durchziehen den Nationalpark, der von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang erkundet werden kann. Zur Mittagspause wird in der Regel einer der schön gelegenen Picknickplätze angesteuert.

Neben Pirschfahrten werden auch Ballon-Safaris angeboten. Ein besonders beeindruckendes Erlebnis, die weite Landschaft und die großen Herden aus der Luft zu betrachten.

Einem interessanten Lehrpfad über das Leben im Serengeti-Ökosystem kann man im Besucherzentrum in der Seronera, dem Zentrum der Serengeti, folgen. Initiiert wurde er von der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft, die mit verschiedenen Projekten den Tierschutz in Tanzania unterstützt.

Wildtierbeobachtung in der weiten Savannenlandschaft der Serengeti

Privatreisen in die Serengeti

Reisebeispiele für privat durchgeführte Reisen in den Serengeti Nationalpark.

Private Safari zu den Höhepunkten und Nationalparks in Uganda & Tanzania
Privatreise in Tanzania in Tented Camps und Safari-Lodges
Trekking-Zeltreise: Arusha- & Tarangire Nationalpark, Lake Manyara, Ngorongoro Hochland, Ol Doinyo Lengai & Serengeti

Beste Reisezeit für die Serengeti

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz und es bieten sich das ganze Jahr über fantastische Möglichkeiten für außergewöhnliche Tiersichtungen.

Sehr beliebt sind die Monate Dezember bis März. Dann bevölkern Abertausende Gnus, Zebras und andere Huftiere die weiten Grasflächen im Süden der Serengeti. In der Zeit kommen die Kälber zur Welt, was zahlreiche Raubtiere anlockt. Es ist die heißeste Jahreszeit.

Juni ist Zwischensaison. Das Gras in der Ebene ist abgefressen und die Tiere bewegen sich langsam über den „Western Corridor“ Richtung Norden.

In der Hochsaison von Juli bis Oktober ist es trocken und die Wildtiere sind weithin gut sichtbar. Die wenigen Wasserstellen sind gute Anlaufstellen für spannende Tierbeobachtungen. Die Gnu- und Zebraherden ziehen durch den Norden der Serengeti und halten sich teilweise in der Masai Mara in Kenia auf. In der Zeit kann mit viel Glück das Überqueren des Mara Flusses beobachtet werden. Morgens und nachts kann es, mit Temperaturen um die 15°C, relativ kalt werden.

Für diejenigen, die die Serengeti für sich alleine haben möchten, ist die Regenzeit von Ende März bis Mai und von November bis Anfang Dezember eine gute Option. Die Landschaft verwandelt sich in eine üppige Oase und ist speziell für Vogelliebhaber ein Traum. Die Übernachtungskosten sind deutlich günstiger, als in den anderen Monaten. Allerdings kann es sein, dass einige Straßen nur eingeschränkt passierbar sind.

Da die Natur ihrem ganz eigenen Rhythmus folgt, spielt der Zufall bei der Tierbeobachtung in freier Wildbahn immer eine große Rolle.

Vogelbeobachtungen auf Privatreise im Norden Tanzanias

Unterbringung

Am authentischsten übernachten Sie in sogenannten Tented Camps. Das sind große, komfortabel eingerichtete Hauszelte im Hemingway Stil mit angeschlossener Dusche und Toilette. Die Mahlzeiten werden in einem separaten Restaurant-Zelt eingenommen. Die Camps bestehen aus 10 bis 20 Zelten und sind recht familiär. Bei dieser Unterbringungsmöglichkeit sind Sie der Natur und den Tieren besonders nahe. Nicht selten hört man in der Nacht Löwengebrüll, das Lachen einer Hyäne oder das Schmatzen grasender Nilpferde und am Morgen wird man vom Kreischen der Paviane und dem Gezwitscher der Vögel geweckt.

Etwas luxuriöser sind die Safari-Lodges. Hier handelt es sich meist um größere Hotels mit um die 100 Zimmern, die oft mit großen Panoramafenstern oder Balkonen ausgestattet sind. Einige haben eine spezielle Aussichtsplattform und manche einen Swimmingpool.

Außerdem gibt es im Zentrum und in der Lobo-Region im Norden der Serengeti öffentliche Campingplätze mit Gemeinschaftsduschen/-toiletten. Ein begleitender Koch ist für die Verpflegung zuständig.

Tented Camp in der Serengeti

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Christiane Heckenbach