von die WOM-Redakteure

Reiseerlebnisse in Ecuador von unserem Reiseleiter Thomas Winter

Rio Napo Ecuador – Chota Kuru und skurrile Nachtbegegnungen

Auf Tierbeobachtung und Exkursion durch den Amazonas in Ecuador

Ecuador, die Fahrt zum Rio Napo im Amazonastiefland

Ich bin Thomas Winter. Für WIGWAM bin ich seit Jahren als Reiseleiter in den verschiedensten Ländern unterwegs. Ich berichte Ihnen nachfolgend von ein paar Reiseerlebnissen auf einer meiner Ecuador Reisen.

Wir verlassen das Hochland um Quito bei schönstem Wetter. Die Strasse schraubt sich hinauf zur Wasserscheide zum Amazonastiefland. Die Sicht wird immer schlechter, Nebel, Regen, Regen, Regen. Es scheint so, als ob der Amazonas uns sagen wollte, bleibt zuhause.

Langsam senkt sich die Strasse wieder und wir verlassen glücklicherweise die nebelverhangenen Berge und es klart auf. Wir tauchen ein in die besondere Landschaft des Rio Napo. Der Rio Napo, ein Nebenfluss des Amazonas, präsentiert eine aussergewöhnlich schöne Wasserlandschaft.

Archidona und die Chota Kuru

In der Provinz am Rio Napo gibt es eine kulinarische Besonderheit zu entdecken.

Archidona, da müssen wir stoppen, meint Fredy, unser Guide. Jeder Ecuadorianer kuriert hier seine Wehwehchen. Archidona, das kleine Dorf wurde schon 1560 von den Spaniern am Rio Napo gegründet. Das macht uns neugierig, ohne zu wissen, was auf uns zukommt. Ein grosser Platz, Essensstand an Essensstand, und Fredy erzählt von den Wundern der Chota Kuru (Entomofagia amazónica ecuatoriana/ Brocheta de chota kuru - YouTube).

 

Chota Kuru und ich!

Lebendig werden die Chota Kuru "Würmer" über dem Feuer gegrillt.

Das Video kannte ich da noch nicht. Wir betreten den Essensstand und da gab es dann leider kein zurück mehr. Fredy erklärte alle Vorteile des Chota Kuru und die Kichwafrau bereitete schon je 5 Stück für uns vor und grinste mich voll Vorfreude an. Da lagen die Maden nun vor mir und ich biss mit viel Willen auf die Chota Kuro - es ist ein Holzwurm!

Zu meinem Erstaunen schmeckte es wie Kalbfleisch, aber meine Vorstellung wollte einfach nicht so richtig. Na gut, die 5 Chota Kuru habe ich verspeist mit dem Wissen, dass sie gegen Halsweh, Bronchitis, Grippe und vieles anderes gut sind. Das Erlebnis pur. Am folgenden Tag lernte ich von der Kichwafrau noch sehr viel mehr über Pflanzen und Tiere des Amazonastieflandes und ihre medizinische Wirkung. Was geht da für Wissen verloren, wenn den Kichwas ihr Lebensraum abhanden kommt?

Amazonian Kichwas - Wikipedia - ich habe leider nichts Deutsches darüber gefunden.

Wer traut sich, die Holzwürmer zu probieren?

Der ungläubige Thomas beim Essen

Ein skeptischer Blick von unserem Reiseleiter Thomas als er den gegrillten Holzwurm in Ecuador probiert.

Das Amazonastiefland und der Rio Napo hat aber noch andere skurrile Begegnungen im Angebot

Nach dem Tag mit den Kichwas erwartet Fredy uns nach dem Abendessen zu einer Nachtinsektensafari. Zuerst dachten wir, na was soll das wohl sein in dieser stockdunklen Nacht? Zudem fordern wir auch die anderen Gäste der Lodge zum Mitkommen auf.

Langsam und bedächtig gehen wir entlang der Wege der Lodge durch den Regenwald und siehe da: da ein Insekt im Lichtschein, dort ein Frosch am Holz und sogar Schmetterlinge sind zu sehen. So eine Nachtexkursion ist etwas für meine Augen und nicht für den Fotoapparat. Fasziniert gehen wir mit Fredy und den anderen Gästen eineinhalb Stunden entlang der Wege und finden im dämmrigen Lichtschein der Taschenlampe ein Insekt ums andere. Welche Faszination.

Während unsers Aufenthalts am Rio Napo im Amazonas unternahmen wir eine spannende Nachtwanderung.
Die spannende Nachtwanderung im Amazonas liessen wir uns auf unserer Ecuador Reise nicht entgehen.
Die Wanderung bei Nacht am Rio Napo in Ecudaor wird in bleibender Erinnerung bleiben.
Diese Heuschrecke haben wir bei unserer Nachtwanderung am Rio Napo in Ecuador entdeckt.

Die Tarantel und die Gäste

Wer traut sich noch, diese Tarantel auf seine Hand zu nehmen?

Das Beste kommt zuletzt. «Thomas, wollen wir eine Tarantel suchen und den Gästen auf die Arme setzen?», meint Fredy. Da bin ich dabei, da ich weiss, dass Taranteln eigentlich ungefährlich sind. Gesagt, getan und einige Gäste stehen mit erwartungsvollen, andere mit ängstlichen Blicken um die Bar.

Schon haben wir eine Tarantel im Gebälk entdeckt und setzen sie uns auf den Arm. Zurück an die Bar, ungläubige Blicke, wie die Tarantel da so auf unseren Armen und Rücken spaziert. Na, wer möchte auch mal? Und zu meinem Erstaunen halten vier, fünf Leute ihre Arme hin und auch solche, die eigentlich sagten, dass sie Angst vor Spinnen haben. Das Tier darf zurück ins Gebälk und vielleicht haben wir ein, zwei Menschen ihre Spinnenphobie genommen ;-)

Tarantel – Wikipedia

Wann hat man schonmal die Gelegenheit, eine Tarantel in die Hand zu nehmen?
Im Amazonastiefland in Ecuador hat man die Gelegenheit, exotische Tiere hautnah zu erleben.

Mit WIGWAM nach Ecuador

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Für Sie an der Tastatur: Thomas Winter

Thomas ist schon seit vielen Jahren ein unverzichtbarer Reiseleiter bei WIGWAM. Neben seiner Tätigkeit als Geografie- und Biologielehrer und Schulbuchautor gibt er als Reiseleiter sein Wissen und die Begeisterung für andere Destinationen an seine Gäste weiter. Gerne nimmt er auch SIE mit auf Entdeckungstour, entweder mit WIGWAM oder über seine eigene Homepage naturkulturreisen.ch aus der Schweiz.

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