von Freddy
Reisebericht Madagaskar
Dichte Regenwälder, paradiesische Strände und eine einzigartige Tierwelt
Madagaskar, die viertgrößte Insel der Welt, liegt im Indischen Ozean östlich von Afrika. Mit einer Gesamtfläche von 587.295 km² und einer Küstenlänge von 4.828 km ist es ein faszinierendes Reiseziel. Die Hauptstadt Antananarivo liegt auf einer Höhe von durchschnittlich 442 Metern über dem Meeresspiegel. Madagaskar beherbergt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, darunter die berühmten Lemuren. Die Amtssprachen sind Malagasy und Französisch, und die Währung ist der Madagassische Ariary (MGA).
Ich bin Freddy Hipp aus dem WIGWAM-Büroteam und nehme Euch mit in meinem Madagaskar Reisebericht zu den verschiedenen Stationen auf meiner Madagaskar Inforeise.
Hinweis: Die Route meiner Inforeise ist nicht identisch zu unserer Madagaskar-Gruppenreise "Madagaskar - im Land der Lemuren".
Hauptstadt Antananarivo
Antananarivo, oft auch als Tana abgekürzt, liegt im zentralen Bergland von Madagaskar. Auf einer Höhe von bis zu 1435 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, ist die Stadt der geographische, administrative und industrielle Mittelpunkt des Landes. Ursprünglich etwa 1625 gegründet, wurde sie später zur Hauptstadt der Merina-Könige und von Frankreich besetzt. Heute ist Antananarivo ein bedeutendes Zentrum für Politik, Geschichte, Kultur und Wirtschaft und zählt ca. 1,5 Millionen Einwohner.
Hier beginnt und endet meine Inforeise. Die Stadt hat architektonisch einiges zu bieten. Ebenso laden Märkte oder auch der botanische Garten zum Schlendern ein.
Morondava
Am nächsten Tag ging es morgens nach dem Frühstück gleich zum Flughafen. Nach einem kurzen 1,5 Stunden-Flug landeten wir in Morondava, eine Küstenstadt im Westen von Madagaskar. Morondava lockt mit Sonnenschein, entspannter Atmosphäre und malerischen Stränden. Besonders beeindruckend ist die Baobab-Allee, die von majestätischen Baobab-Bäumen gesäumt ist. Diese Bäume wirken besonders bei Sonnenuntergang faszinierend und sind ein beliebtes Fotomotiv. Wir hatten einen wunderschönen Ausklang des Tages. Insgesamt bietet Morondava eine Mischung aus Natur, Kultur und Abenteuer und hat mir sehr gut gefallen!
Kirindy Park
Heute stand ein Ausflug in den Kirindy Park auf dem Programm. Der Kirindy-Wald in der Menabe-Region im Westen von Madagaskar ist ein beeindruckender Trockenwald. Auf einer Fläche von 60.000 Hektar beheimatet er eine vielfältige Tierwelt, darunter 41 Säugetierarten, 149 Vogelarten, 54 Reptilien und 15 Amphibien. Viele dieser Arten sind nur hier zu finden. Trotz des offiziellen Schutzes seit 2015 ist die Entwaldung aufgrund wirtschaftlicher Not der lokalen Bevölkerung gestiegen. Gemeinsam mit dem Projektpartner Chances for Nature setzt sich der Kirindy-Wald für den Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums ein. Ziel ist es, nachhaltige Alternativen zu entwickeln, um den Wald zu schützen und die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.
Außerdem bietet der Park Naturbeobachtungen, während historische Stätten wie die Ankevo Hamlets Einblicke in die lokale Kultur geben.
Kivalo
Ganz in der Früh ging die Fahrt weiter nach Kivalo, ein malerisches Dorf in Madagaskar, etwa 12 Kilometer nördlich von Morondava. Es ist von einem dichten Mangrovenwald umgeben, der das Wahrzeichen des Ortes ist. Seit Ende 2019 gibt es den Gemeinschaftstourismus “Kivalo Soa Honko” (Die großen Mangroven von Kivalo). Dieses Projekt wird von lokalen Gemeinschaften, dem WWF, dem Regionalbüro für Tourismus in Menabe und dem Verband der zertifizierten Führer von Morondava unterstützt.
Die Initiative zielt darauf ab, Kivalo als Reiseziel zu etablieren. Lokale Guides und Köchinnen wurden seit 2017 geschult, und die Empfangseinrichtungen (Camping und Verpflegung) sind bereits in Betrieb. Touristen können Vogelbeobachtungstouren, Kanufahrten in den Kanälen und Wanderungen unternehmen. Im vergangenen Jahr haben bereits über hundert ausländische Besucher Kivalo erkundet und sich an der Wiederherstellung der Mangroven beteiligt.
Am Abend waren wir wieder rechtzeitig zurück in Morondava und genossen nochmals den sensationellen Sonnenuntergang in der Baobab Allee.
Madagaskar Reisebericht: belo sur mer & Kirindy Mite Biosphärenreservat
Unser erster Stop heute war Belo-sur-Mer, ein malerisches Dorf mit weißen Sandstränden, köstlichen Meeresfrüchten und atemberaubenden Sonnenuntergängen. Belo sur Mer ist bekannt für seine traditionelle Schiffsbaukunst und die größte Salzproduktion im Land. Es dient außerdem als Ausgangspunkt für den Besuch des Kirindy-Mite Nationalparks. Dieser ist ein UNESCO Biosphärenreservat. Besucher können hier die einzigartige madagassische Natur erkunden.
Zuerst besuchten wir das Salzwerk. Die Saline von Antsira in Belo sur Mer ist die größte in Madagaskar und die Hauptquelle für das Einkommen der lokalen Bevölkerung. Die paradiesischen Strände und farbenprächtige Unterwasserwelt machen den Ort zu einem beliebten Reiseziel für Badeferien und Taucher. Die Vezo, eine Fischerethnie, bauen hier hölzerne Frachtsegler nach 19. Jahrhundert-Vorbildern. Diese Schiffe sind wichtige Transportmittel entlang der Küste.
Das Belo-sur-Mer und das Kirindy-Mite Biosphärenreservat liegen an der Westküste von Madagaskar und beherbergen eine Vielzahl von Ökosystemen. Dazu gehören Trockenwälder, Dickichte, Dornwälder, Savannen, Mangroven und Korallenriffe. Die Riffe sind ein wichtiger Lebensraum für marine Tiere wie Wale, Delfine und Meeresschildkröten. Die lokale Bevölkerung ist stark von diesen natürlichen Ressourcen abhängig. Die beiden heiligen Salzseen sind ebenfalls ein Anziehungspunkt für Touristen. Aquakultur, Fischfang und Salzproduktion spielen eine wichtige Rolle in der Region.
Madagaskar Erfahrungsbericht: Lemuren
Allgemeine Infos zu diesen lustigen Gesellen:
Lemuren, auch als Halbaffen bekannt, sind endemisch auf Madagaskar. Die Insel beherbergt über 100 Arten dieser putzigen Primaten. Sie leben in Nationalparks, Naturschutzgebieten und ihren natürlichen Lebensräumen. Die Vielfalt der Lemuren reicht von den winzigen Zwerg-Mausmakis mit nur 30 Gramm bis zu den größeren Katta-Lemuren, Roten Vari, Ringelschwanzlemuren und Indris. Diese nachtaktiven Tiere ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Pflanzenteilen, verschmähen aber auch Insekten nicht. Ihre Besonderheit liegt darin, dass sie vor 150 Millionen Jahren weltweit verbreitet waren, bevor Madagaskar sich vom afrikanischen Kontinent trennte. Hier konnten sie sich ohne natürliche Feinde weiterentwickeln, während sie anderswo von Affenarten verdrängt wurden.
Andasibe-Mantadia-Nationalpark
Bei meiner Rundreise stand heute der Andasibe-Mantadia-Nationalpark auf dem Plan. Dieser ist auch bekannt als Reservat von Périnet, liegt an der Ostküste Madagaskars, etwa 150 km östlich von Antananarivo. Dieses geschützte Gebiet erstreckt sich über 155 Quadratkilometer und besteht hauptsächlich aus Primärwald.
Hier erwarteten mich einige Highlights:
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Tierbegegnungen: Der Indri Indri, ein singender Lemur, ist der Star des Parks. Tagsüber kann man auch den Diadem-Sifaka, den Schwarz-Weiß Vari und den Grauen Bambuslemur sehen. Nachts trifft man auf den kleinen Mausmaki und das Aye Aye (Fingertier). Außerdem gibt es eine Vielzahl von Vögeln, Reptilien und Amphibien.
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Flora: Der Park beherbergt über 1200 Pflanzenarten, darunter Orchideen, Baumfarnen und endemische Blüten. Die hügelige Regenwaldlandschaft wird von kleinen Flussläufen durchzogen.
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Wanderwege: Es gibt fünf Wanderwege, darunter eine 11 km lange Trekkingstrecke für Extrem-Wanderer. Unterkünfte stehen in Lodges mitten im Regenwald zur Verfügung.
Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und November, wenn die Orchideen blühen. Ein Besuch im Andasibe-Mantadia-Nationalpark ist ein unvergessliches Erlebnis für Naturliebhaber, welchen ich absolut empfehlen kann!
Vakona Lemur Island
Auch Vakona Lemur Island ist ein einzigartiges Erlebnis in Madagaskar. Die Insel liegt im Fluss und beherbergt gerettete Lemuren, die sehr freundlich sind. Hier kann man sie hautnah erleben – sie klettern sogar auf einem herum!
Um zu der Insel zu gelangen, fährt man von Andasibe Village aus Richtung Norden zur Vakona Forest Lodge. In dieser tollen Lodge verbrachten wir eine Nacht. Die Insel befindet sich in der Nähe des Haupttors. Von dort wird man mit einem Boot zur Insel gebracht und kann sich dort dann frei bewegen. Ein unvergessliches Abenteuer für Tierliebhaber!
Reisebericht: Bootsfahrt auf dem Kanal von Panalanes
Frühmorgens in Tamatave beginnt unser heutiger Tag. Die Sonne spiegelt sich auf der Wasseroberfläche, als wir in unsere Piroge steigen. Der Pangalanes-Kanal erstreckt sich vor uns – ein schmaler Wasserweg, umgeben von üppigem Grün. Unsere Reise startet in Tamatave, wo das Leben der Einheimischen eng mit dem Wasser verknüpft ist. Wir fahren vorbei an kleinen Dörfern, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Fischer flicken ihre Netze, Kinder winken uns zu. Die Mangrovenwälder ragen über uns zusammen, ihre Wurzeln tauchen ins Wasser.
In den Dörfern machen wir Halt, trinken frische Kokosnüsse und plaudern mit den Einheimischen. Nach einem Tag erreichen wir Mananjary. Die Küstenstadt empfängt uns mit bunten Märkten und dem Duft von Gewürzen. Wir genießen den Blick auf das azurblaue Meer
Ein Tagesausflug auf dem Pangalanes-Kanal ist eine Reise in die Stille, die Natur und die Gastfreundschaft Madagaskars.
Meine Begegnung mit den Lemuren:
Ich hatte mehrmals die Gelegenheit, diese putzigen Affen aus nächster Nähe zu beobachten. Sie sind gar nicht scheu, da sie nie von Menschen gejagt wurden.
Akanin Nofy Reservat
Mein letzter Stop auf meiner Madagaskar Rundreise ist das Akanin’ny Nofy Reservat, auch als Palmarium bekannt. Es liegt malerisch im Tieflandregenwald am Ufer des Ampitabe-Sees an der Ostküste Madagaskars. Dieses einzigartige Naturparadies beherbergt eine vielfältige Tierwelt, darunter teilweise habituierte Lemurenarten wie die schwarz-weißen Varis und das seltene Fingertier Aye-Aye. Die Anreise erfolgt über eine malerische Bootsfahrt von etwa 28 km, da es keinen direkten Landweg nach Akanin’ny Nofy gibt.
Im Reservat erstreckt sich ein 0,5 km² großer Bereich mit üppigem Tieflandregenwald und mehreren Seen. Vom Aussichtspunkt aus genießt man einen atemberaubenden Blick über das Reservat, den Krokodilsee und den glitzernden Ampitabe-See. Ein bemerkenswertes Aufforstungsprojekt namens “Ala kely” widmet sich der Wiederbegrünung eines vor Jahrzehnten abgeholzten Korridors im Reservat.
Das Klima an der Ostküste ist das ganze Jahr über warm und feucht, und der Indische Ozean rauscht nur wenige hundert Meter vom See Ampitabe entfernt.
Eine Reise nach Akanin’ny Nofy verspricht unvergessliche Naturerlebnisse, Begegnungen mit faszinierenden Tieren und die Möglichkeit, den Regenwald hautnah zu erleben.
Madagaskar erleben mit WIGWAM
Wenn Ihnen dieser Madagaskar Reisebericht Lust auf diese außergewöhnliche Insel gemacht hat, dann kommen Sie mit uns in das Land der Lemuren!
Freddy Hipp erzählt Ihnen gerne von seinen Reiseerfahrungen in Madagaskar und beantwortet Ihnen alle Fragen zu unserer wunderschönen 22-tägigen Rundreise "Madagaskar - im Land der Lemuren".
Hinweis: Der oben genannte Reiseverlauf ist nicht identisch mit unserer Gruppen-Rundreise!


