von die WOM-Redakteure

Ausführlicher Reisebericht Alaska

Unzählige Erlebnisse krönen diese einzigartige Reise nach Alaska

Unsere Rundreise in Alaska führt uns auch in den Glacier Bay Nationalpark.

... Es ist ganz still und immer wieder hören wir ein Knacken und Knirschen und hin und wieder ein Rumpeln und Rutschen und ein lautes Platschen von etwas Großem, das ins Wasser schießt. Wenn man dann danach sucht und dort hin schaut wo das letzte Geräusch her kommt und die Stelle findet, dann ist das Abbrucheis meist schon am Stürzen. Eine riesige Wasserfontaine, große Wellen und tanzende Eisstücke auf dem Wasser sind zu sehen.

Wir befinden uns vor dem großen Gletscherabbruch des Margerie-Gletschers im Tarr Inlet im Glacier Bay National Park in Alaska. Wir, das ist eine kleine Gruppe von 9 Reiselustigen auf einer Bootstour tief in die Glacier Bay dieses National Parks als Teil der WIGWAM Alaska Rundreise „Pazifikwelten Alaskas“.

 

Das Programm dieser besonderen Alaska Reise

Vor drei Tagen haben wir uns für eine Reise durch Alaska, dem nördlichen US-amerikanischen Bundesstadt, in Juneau mit unserem WIGWAM Reiseleiter Reinhard getroffen.

Alle haben schon eine gewisse Nordlanderfahrung. Diesmal haben wir diese ganz spezielle Reise ausgewählt, führt sie uns doch mit etwas größerem Transportaufwand in wilde abgelegene und zum Teil nur mit dem Wasserflugzeug erreichbare Plätze in diesem großen Land „Alaska“.

Neben dem Glacier Bay Nationalpark geht es weiter mit dem Flieger nach Anchorage und mit dem Zug in den Denali Nationalpark. Später auf die Kenai-Peninsula nach Homer, einem langgestreckten Fischerdorf in der Kachemak Bay. Homer ist Ausgangspunkt für zwei weitere Ausflüge mit dem Wasserflugzeug zur Bärenbeobachtung. Ein Tagesausflug führt uns zu Beobachtungsplätzen in den Lake Clark NP zum Chinitina Bay unterhalb des Illiama Volcano 3053m. Ein weiterer Tagesausflug geht zu dem weltberühmten Bärenbeobachtungsplatz am Brooks River im Katmai NP. Einen Boots- und Wanderausflug zum Grewingk-Glacier und -Lake in den Kachemak Bay State Park schließen den Aufenthalt in Homer ab.

Hinweis: die Naturerlebnisse und Tierbeobachtungen auf dieser Reise können nicht auf jeder Alaska-Reise garantiert werden. Dies ist selbstverständlich immer auch saison- und wetterabhängig. Und ein Fünkchen Glück gehört auch dazu, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist ;-)

 

Reisebericht Alaska: Anreise nach Juneau im Alaska Panhandle

Der Wigwam Reiseleiter begrüßte uns am Juneau Internationalen Airport. Schon die Anreise per Flug war erlebnisreich, wird doch „The Capital of Alaska: Juneau“ fast ausschließlich vom Süden über Seattle erreicht. Von dort geht der Flieger nach Juneau an der bergigen von vielen Fjorden versehenen Pazifikküste vorbei, zu der völlig isoliert liegenden Küstenstadt. Und wenn man auf der rechten Seite im Flugzeug sitzt hat man vom Kabinenfenster ständig großes Kino. Gutes Wetter allerdings vorausgesetzt.

Der Zwischenstop in Ketchikan ermöglicht uns schöne Ausblicke auf die wunderschöne Fjordlandschaft in Alaska.

Manchmal gibt es auf dem Flug noch einen Zwischenstopp in Ketchikan, ebenfalls ein kleiner alaskanischer Küstenort mit Flughafen auf einer vorgelagerten Insel. So bekommt man bei den An- und Abflügen in dieser engen Fjordlandschaft, genauso wie bei der Landung in Juneau, einen ersten großartigen Eindruck von diesem Küstenstreifen, dem sogenannten Panhandle.

Ankunft am Flughafen von Juneau und schon bei der abendlichen Fahrt ins Hotel gab es einen ersten Stopp bei einem ungewöhnlichen Denkmal. Ein Riesen- Humpbackwal ca. 20m hoch aus Stahl und Kunststoff zeigt den Wal beim Sprung aus dem Wasser. Alles unter einer großen Wasserfontaine, so dass alles sehr echt aussieht. Vor allen Dingen bei dem Blick auf das Meer im Hintergrund.

Das Waldenkmal im Meer bei Juneau in Alaska sieht lebensecht aus.

Unterkunft in der Hauptstadt Juneau

Untergebracht waren wir in einem gepflegten Hotel mitten in der historischen Altstadt von Juneau, unweit des Regierungsgebäudes von 1890 und ein paar gut erhaltenen Goldgräberkneipen aus den wirklichen goldenen Zeiten dieser Bergbaugründung. Die kleine Stadt liegt am Casteneauchanel unmittelbar an der Westflanke hoher Küstenberge und den dahinter liegenden riesigen Eisflächen des Mendenhall- und Taku-Gletschers.

Ja, wie waren wir nun zu dieser Gletscherabbruchkante im Glacier Nationalpark gekommen?

Der Glacier Bay Nationalpark

Der Park ist nur mit dem Flugzeug oder einem Schiff erreichbar. Unser Flug mit dem Wasserflugzeug in die Glacier Bay war um ein Uhr Mittags vorgesehen. Das gab uns noch ein bisschen Zeit um ein paar interessante Punkte in Juneau anzuschauen. Zunächst das State Capitol Building, seit 1959 Regierungssitz State of Alaska. Dann der sehenswerte Besuch der Salmon Hatchery, eine Lachs-Brutstation, in der Millionen von Lachseiern zum Wachsen zur sogenannten Fry unterstützt werden. Diese werden dann in den Oberläufen verschiedener Flüsse ausgesetzt. So wird der natürliche Lebenskreislauf und die Population der Lachse unterstützt.

Am Mittag ging es dann auf dem ersten Wasserflugzeug-Trip von der Auke Bay über die Chilkat Range und die Icy Strait direkt zur Barlett Cove im Glacier Bay NP. Der 45 Minuten Flug geht über die Fjord-Landschaften und bewaldete Inseln. Man sieht viele Fischerboote und auch die größeren Schiffe der Alaska Marine-Highway.

Bei klarem Wetter sahen wir in der Ferne die Eiskappen der Berge um die Glacier Bay. Es sind die Saint Elias Mountains und die Fairweather Range. Wegen seiner Dominanz konnten wir auch den höchsten Berg, den Mount Fairweather, mit 46781m gut erkennen.

Der Ankunft-Steg im Glacier Bay Nationalpark in Alaska ist nicht weit von unserer schön gelegenen Lodge entfernt.

Der Ankunft-Steg liegt direkt unterhalb der einzigen, sehr schön gelegenen Lodge im Nationalpark. Diese ist auch gleichzeitig NP-Hauptquartier mit einem Infocenter und Station der Parkranger für den NP. Wir werden schon erwartet und unser Gepäck wird gleich abgeholt während wir den kurzen Waldweg und die Stufen zur Lodge hinauf gehen. Ein klassisches historisches Hotel wie man es in manchen US-Nationalparks findet.

Erste Wanderung durch borealen Urwald im Glacier Nationalpark

Wir beziehen die großen rustikalen Zimmer in den nahen Blockhäusern und nach kurzer Orientierung brechen wir zu einer ersten Wanderung auf, die uns durch einen borealen Urwald zur Barlett River Mündung führen sollte. Absolut eindrücklich ist diese mit Moosen und Farnen bedeckte urwüchsige Hochwaldstrecke, die nur wenige Kilometer lang ist und uns zum Barlett Arm führt. Kleine Wassertümpel, viele versteckte Blumen und überall unzählige verschiedene farbige Flechten und dunkle Moosstreifen hängen von den Bäumen.

Die mystisch bewachsenen Bäume im Glacier Bay Nationalpark sind sehr eindrücklich.

Tatsächlich treffen wir auch die ersten Tiere, ein Stachelschwein (Porcupine) und ein in dieser Zeit braun/schwarz geschecktes gar nicht scheues Schneehuhn. Nur Bären sehen wir heute nicht, obwohl man Meister Petz hinter jedem Baum vermutet.

Aber unser Reiseleiter hat uns vorbereitet, eine Gruppe unserer Größe ist eher zu geräuschvoll und vertreibt die Bären bevor man sie sieht. Nur überraschen sollte man sie nicht (kurzer Abstand), deshalb ist große Aufmerksamkeit gefordert. Wenn man sich zwar geräuschvoll (sprechen, singen, klatschen) aber nicht laut schreiend und aufmerksam verhält, gibt es trotzdem eine Chance Bären, wenn auch etwas entfernt, zu sehen.

Die alaskanische Natur hat einiges an interessanten Pflanzen und Moosen zu bieten.

Dieser nachmittägliche Ausflug gibt uns den ersten Eindruck der alaskanischen Natur und die Kameras richten sich heute eher auf die nahen farblich interessanten Pflanzen und Moose in diesem regennassen Urwald. Diese Eindrücke dominierten zunächst mehr als weite Landschaften, aber das sollte noch kommen. Nach dem Abendessen mit Verweilen in der Lodge, im Park-Infocenter mit Leseraum oder am Kamin hatten wir eine ruhige Nacht und ließen die ersten Eindrücke nachwirken.

 

Reisebericht Alaska: Bootsfahrt in die Glacier Bay

Die Bootstour im Glacier Bay Nationalpark auf unserer Rundreise in Alaska geht tief in die Channels.

Heute Morgen um 7 Uhr startete unsere Bootsexkursion bis tief in die Channels des Glacier Bay Nationalparks. Mit einem Katamaran Boot der „Baranof Wind“ ging es über 70 Meilen bis in den nördlichsten Punkt der Glacier Bay in den Tarr-Inlet und damit bis vor den Margerie- und den Grand Pacific Glacier.

Wir hatten ein riesiges Glück: nach vielen Touren, bei denen hier oft Nebel und Wolken anzutreffen sind, hatten wir einen absolut klaren wolkenlosen Sonnentag erwischt. Anfänglich waren bewaldete Bergrücken und in der Ferne Berglandschaften mit Schneefeldern zu sehen.

Bewaldete Bergrücken und in der Ferne die Berglandschaften mit Schneefeldern im Glacier Bay Nationalpark in Alaska.

Unsere Aufmerksamkeit richtete sich zunächst auf die Tiere und Vogelkolonien, die wir schon bald zu sehen bekamen. Bergschafe in den steilen Bergflanken, unzählige Vögel auf verschiedenen Vogelfelsen wo es uns besonders der Puffin angetan hat. Und natürlich der nur hier vorkommende Stellersche Seelöwe (eine Ohrenrobbe).

Unzählige Vögel, und auch den wunderschönen Puffin, erleben wir auf unserer Bootsexkursion im Glacier Bay Nationalpark in Alaska.
Der Stellersche Seelöwe ist im Glacier Bay Nationalpark in Alaska endemisch.

Bei der Weiterfahrt waren bald in den Seitentälern die ersten Gletscher zu sehen, von denen einzelne bis zum Wasser reichten. Diese Eisabbrüche sind meist nur durch Einfahrt in den entsprechenden Arm (Inlet) zu sehen.

Die Eisabbrüche der Gletscher im Glacier Bay Nationalpark sind meist erst bei der Einfahrt in den Arm (Inlet) zu sehen.

Margerie- und Grand Pacific Glacier

So standen wir nun vor dem Margerie Glacier! Der Kapitän hatte die Motoren ausgeschaltet und so dümpelten wir einige 100 Meter vor dem Gletscherabbruch.

Der gigantische Margerie Gletscher erhebt sich direkt vor unserem Boot m Glacier Bay Nationalpark.

Wir hörten nur das Plätschern des Wassers an der Bordwand, mal einen einsamen Vogel und die Geräusche von einigen Robben die hier auf vereinzelten Eisschollen dümpelten. Unser Hauptaugenmerk war aber auf die ungewöhnlichen Geräusche des Gletschers und die Ereignisse an der Gletscherfront gerichtet. Es war jedes Mal faszinierend wenn man nach den Knack- und Knirsch-Geräuschen die Abbruchstelle finden wollte und nur noch das verschwindende Eis und die ausgelöste Fontaine sehen konnte.  

Im Glacier Bay Nationalpark können wir bei unserem Tagesausflug per Boot viele verschiedene Tiere beobachten.

Bei dem vollen Tagesausflug sahen wir auch Weißkopfseeadler, Seelöwen, Kolonien von Papageientauchern, Pelzrobben und auch ein paar Orcas. Die aufmerksame Crew zeigte uns auch am Ufer suchende Grizzly- und Schwarzbären. Am Nachmittag kamen wir voller Eindrücke von dieser Exkursion zu unserer Lodge in der Barlett Cove zurück.

Während unserer Bootsexkursion im Glacier Bay Nationalpark können wir auch vom Boot aus Tiere an Land  beobachten.

Reisebericht Alaska: Humpback = Buckelwal-Beobachtung in der Icy Street

Ein weiteres Highlight in der Glacier Bay ist die Beobachtung der Buckelwale. Gleich nach dem Frühstück geht es mit Bustransfer zum Pier nach Gustavus, das ist der einzige kleine Ort am Rande des Nationalparks. Ein hochseefestes Boot ,die M/V TAZ, wird gerade bereit gemacht für eine Exkursion in die Icy Strait zur Beobachtung von Humpback-Whales (Buckelwale). Mit etwas Glück sind auch Orcas zu sehen.

Während unserer Bootsexkursion entdecken wir auch Buckelwale bei der Glacier Bay im Glacier Bay Nationalpark

Es geht hinaus in die Wasserstraße zwischen der Glacier Bay und dem Chichagof Island. Das Wetter ist nicht so klar wie am Tag zuvor aber es regnet nicht und das Wasser ist relativ glatt, so dass heute eine gute Chance besteht, Humpbackwhales zu sehen. Wir fahren hinaus in den breiten offenen Kanal der Icy Steet.

Unser Kapitän weiß genau welche Stelle er ansteuern muss und er weist uns darauf hin, Vogelkonzentrationen über ein bestimmtes Wassergebiet genau zu beobachten. Dort befinden sich nämlich im Wasser größere Fischschwärme und hier lassen die Wale zunächst Luftblasen aufsteigen um dann im nächsten Moment nach oben zu stoßen und eine große Anzahl Fische in ihrem Barten-Maul aufzunehmen.

Zu den Buckelwalen in der Glacier Bay hat sich auch ein Orca dazugesellt.

Meistens tauchen dann mehrere Humpbackwales gleichzeitig auf, das ist DER Fotomoment. Tatsächlich erleben wir diesen Moment auf der Tour gleich dreimal. Man sieht dann die Köpfe von drei, vier oder sogar fünf Walen gleichzeitig an der Wasseroberfläche. Erst später bei Durchsicht der Bilder habe ich erkannt, dass auch ein Orca (Killerwal) dabei war. Es ist eher seltener zu sehen, dass ein ganzer Buckelwal aus dem Wasser steigt. Häufig sieht man nur den lang gezogenen Rücken und natürlich die Fluke beim Abtauchen. Heute waren wir aber super zufrieden, diese konzentrierte Anzahl von Walen beim Futtern in den Fischschwärmen zu sehen.

Zurück in unserer schön gelegenen Lodge blieb noch die Zeit zu einem Gang in den borealen Urwald mit seinen eindrücklichen Stimmungen. An einem einsamen nordischen Sumpfsee gibt es eine Beobachtungsplattform, offensichtlich zur Beobachtung von Moose (Elch), wenn sie denn da sind. Heute waren keine da, aber wir ließen die Stille und Erhabenheit auf uns wirken.

Im Glacier Bay Nationalpark besuchten wir einen sehr interessanten Vortrag im Versammlungshaus der Tlingit Native People.

Am Ufer gab es einen originalgetreuen Nachbau von einem Versammlungshaus der hier lebenden Tlingit Native People. Am Abend besuchten wir dort einen sehr interessanten Vortrag über das Leben und Überleben der Tlingits in der Glacier Bay. Die Tlingit sehen die Glacier Bay als ihr spirituelles Homeland an.

Mit dem Wasserflugzeug nach Juneau und Flug nach Anchorage

Einige von uns sind noch am frühen Morgen vor dem Frühstück zu dem nahen Urwaldpond gegangen und tatsächlich standen zwei Moose am Wasser.

Ein Elch überrascht uns ganz in der Früh bei unserem Spaziergang durch den borealen Urwald im Glacier Bay Nationalpark.

Dann wird mit Spannung das Wasserflugzeug erwartet, das uns wieder nach Juneau zurückbringen wird. Es ist zunächst leicht am regnen und der Reiseleiter machte sich Sorgen, ob das heute terminlich alles so klappt. Muss doch das Flugzeug nach Anchorage nach Mittag um 14 Uhr erreicht werden ... auch das zurückgelassene Gepäck muss noch übernommen und eingepackt werden.

Aber das Flugzeug kommt mit ¾ h Verspätung, das ist aber hier bei dem Wetter in Alaska pünktlich - und auch der Himmel klärt sich langsam auf. So haben wir auch auf dem Rückflug tolle Blicke auf die Inselwelt der Icy Strait, und am Ende auf die steilen Küstenberge hinter Juneau mit dem Mendenhall Gletscher. Dort sind wir direkt am internationalen Flughafen. Wir holen unser eingelagertes Gepäck und können gleich für den Flug nach Anchorage einchecken.

Wir fliegen südlich am Kluane Nationalpark vorbei bis nach Anchorage.

Unvergesslicher Sightseeing-Flug

Der folgende Jet-Flug nach Anchorage entpuppt sich als ein genialer Sightseeing-Flug. Es geht zunächst über den Fjord des Lynchanels, dann südlich am kanadischen Kluane NP vorbei mit seinen bis zu 6000m hohen Bergen (Mt. Logan). Besonders deutlich ist der riesige Malaspina Gletscher zu sehen, der von dem Mt. St. Elias herunter ins Meer fließt.

Mit dem Jet-Flug fliegen wir nach Anchorage und haben beste Ausblicke auf die Chugach Mountains.

Anflug auf Anchorage

Weiter sehr eindrückliche Blicke auf den Prince William Sound und die Chugach Mountains beim Anflug auf Anchorage. Abgesehen von einigen Wolken war der Blick auf die Riesen-Gletscherwelt gewaltig. Eigentlich musste man immer (sofern man kann) von einer Fensterseite des Flugzeuges auf die andere Seite laufen.

Vom Hood-Lake aus starten täglich unzählige kleine Maschinen in alle Regionen Zentralalaskas.

Nach der Landung in Anchorage ging es mit dem Shuttle-Bus in das nahe Hotel direkt am Hood-Lake gelegen. Dieser See ist der größte Wasserflugzeughafen der Welt. Hunderte von Pipers und Cessnas liegen in kleinen Buchten an seinem Ufern. Von dem See gibt es ein ständiges Starten und Landen der kleinen Maschinen die von hier in alle Regionen Zentralalaskas fliegen. Mit einem Abendessen auf der Terrasse direkt mit Blick auf den Lake Hood schloss dieser erlebnisreiche Tag ab.

Reisebericht Alaska: Mit der Alaska-Railroad zum Denali Nationalpark

Mit der Alaska Railroad geht es zum Denali Nationalpark.

Ein weiteres abwechslungsreiches Abenteuer ist die heutige Zugfahrt durch die zentrale alaskanische Wildnis zum Denali Nationalpark. Früh ging es zum Bahnhof von Anchorage, wo wir die reservierten Plätze in einem Aussichtswagen bestiegen.

Der relativ langsam fahrende Zug wird von zwei schweren Diesellokomotiven gezogen. Man hat die Möglichkeit während der Fahrt auf eine noch größere Aussicht bietende Plattform zu steigen. Die Fahrt geht gleich nachdem man Anchorage verlassen hat an der Küste entlang, dann durch urige Wälder und Seen zum Stopp in Talkeetna. Danach entlang des wilden Susitna-Rivers mit immer zunehmenden Blicken auf die Alaska Range und über schäumende Flüsse zur Station Denali Park. Mit einem Kleinbus stand hier unser Reiseleiter Reinhard zum Abholen bereit. Das National Park Visitorcenter liegt unweit der Bahnstation und so bekamen wir gleich heute den ersten Eindruck vom Denali Nationalpark. Später ging es zu unserer Unterkunft, der „Grizzly Bär Lodge“, die urig im Wald etwas abseits vom NP-Rummel liegt.

In der Grizzly Bear Lodge übernachten wir während unserem Aufenthalt im Denali Nationalpark.

Ganztägiger Ausflug durch den größten Nationalpark der USA

Um 7 Uhr startet der Bus zu einem Tagesausflug tief in den Denali NP hinein. Die Parkstraße ist 130 km lang und für den individual Verkehr gesperrt. Und so erfolgt der Besuch mit Bussen. Dadurch ist es möglich, dass Tiere von der Parkstraße aus zu beobachten sind. Wird ein Tier gesehen, wird durch rufen der Fahrer zum Stopp veranlasst. Alle Kameras richten sich dann durch die Fenster auf das vermeintliche und tatsächlich Gesehene. Es ist manchmal etwas mühsam, aber doch haben wir auf der langen Fahrt Karibu, Elche, einige Braunbären und sogar einen Wolf gesehen.

Wir hatten Glück und bekamen einen Elch vor die Kamera im Denali Nationalpark.

Die Fahrt geht durch Wald- und Tundralandschaft über Wildbäche und durch farbige Berghänge. Dabei kommt die Alaska Range immer näher und tatsächlich, nach einer Bergkuppe zeigt sich auf einmal der höchste Berg Alaskas und damit Nordamerikas: der Denali mit 6190m großartig vor uns.

Bei besten Wetterverhältnissen genießen wir die Aussicht auf den Denali Berg auf unserer Rundreise durch Alaska.

Das kommt nach Angaben im bald erreichten Eilsen-Visitorcenter eigentlich nur an 40% der Tage vor. Einen längeren Stopp gibt es an diesem sehr informativen Center. Auch bleibt die Zeit für einen kleineren Rundgang durch die Tundra.

Der Mount Denali in seiner ganzen Größe.

Der höchste Berg Alaskas: Denali

Immer gewaltiger erscheint der Denali auf der Weiterfahrt bis zum Endpunkt an den Wonderlake. Grundsätzlich kann man den Bus an vielen Stellen verlassen und nach einer Wanderung wieder in einen der Folgebusse einsteigen. Der Rastplatz und der Endpunkt am Wonderlake ist sehr schön gelegen. Er liegt aber viel zu tief um ein Foto mit Spiegelung und der vergletscherten Nordflanke des Denali zu machen. Somit verließen wir den Bus an der letzten Kurve vor dem Wonderlake. Von hier aus kannte unser Reiseleiter einen ca. einen Kolimeter abseits liegenden kleinen See, von dem man genau diese Aufnahme bei Windstille machen kann. Trotz Gegenlicht am Mittag sind uns hier schöne Aufnahmen von diesem gewaltigen Bergmassiv gelungen.

Das Bergmassiv des Mount Denali in voller Schönheit.

Zurück zur Parkstraße erwischten wir den übernächsten Bus der uns dann nach langer, am Ende doch ermüdender Fahrt, wieder zum Parkeingang brachte. Nach diesem langen Tag stärken wir uns am Abend in einem wilden Grillrestaurant mit Brewery im dem etwas nördlich gelegenen Healy. Interessant ist dort noch: Steht doch hier der Bus aus dem Hollywood Streifen „Into the Wild“ mit vielen Utensilien, die an das Abenteuer und Ende von Christopher Mc Candless erinnern. Müde aber voller Eindrücke kehren wir zu unserer Waldlodge „Grizzly Bär“ zurück.

Erinnerungen an den Film "Into the wild" auf unserer Alaska Rundreise.

Tageswanderung im Park zur Lodge an Nenana River

Die heutige Tageswanderung zeigt uns den Park von einer ganz anderen Seite. Wir tauchen tief in die Wildnis ein und folgen für 16 km einem schönen Wanderpfad, dem „Triple Lakes Trail“, über einen Gebirgsrücken, vorbei an einsamen Seen und über einen wilden Fluss direkt zu unserem Hotel am Nenana River. Verwundert hörten wir Reinhards Hinweis „packt die Badehose ein“. Und tatsächlich lud uns im letzten Drittel des Weges der Triple Lake zum Baden ein. Nach ca. 10 km gerade rechtzeitig war in dieser Stille und Einsamkeit das seichte Wasser des Sees die richtige Abwechslung.

Wir nahmen sogar ein Bad im Triple Lake im Denali Nationalpark.

Die Wanderung endete unweit von unserem Hotel, so dass wir gleich unter die Dusche springen konnten, während der Reiseleiter unseren Van zurückholte.

Die Nacht hielt noch eine ganz besondere Überraschung bereit. Mitten in der Nacht, es war wohl schon so um zwei Uhr, polterte Reinhard an unsere Tür und rief: “Wenn ihr was Besonderes sehen wollt, dann müsst ihr leider jetzt mal aufstehen“. Eigentlich waren wir leicht verärgert ob dieser Störung, aber da hörten wir schon die „ohh“ und „aah“ Rufe unserer Nachbarn und tatsächlich: wie wir aus der Tür auf die Holzveranda traten, sahen wir dieses seltsam wandernde Licht am Himmel.

Mitten in der Nacht wurden wir Zeugen eines weiteren Naturschauspiels: die Aurora Boreales.

Nordlichter

Wir sahen „Aurora Boreales“ oder Northern Light, was in dieser nördliche Höhe schon zu dieser Jahreszeit auftreten kann. Es war Anfang September und das ist hier wie wir hörten gar nicht ungewöhnlich.

Reisebericht Alaska: Über den John Parks Highway nach Anchorage

Diesmal geht es mit dem Bus über den Parks Highway zurück nach Anchorage. Diese Straße verläuft südlich der Alaska Range und östlich am Denali NP vorbei. Sie hat zwei großartige Aussichtspunkte und bei gutem Wetter sieht man von hier aus auch weitere hohe Gipfel des Denali NP, wie den Mt. Foaker und Mt. Hunter mit 5303m bzw. 4442m.

Das Wetter erlaubt uns ein wunderschönes Bild des Foaker und Hunter Berges im Denali Nationalpark.

An der einzigen Seitenstraße ging es nach 2-3 km zu einem einsam liegenden See, in dem sich die schneebedeckte Denali Range in dem ruhigen Wasser spiegelte. Ein Abstecher zu dem historischen Minen-Ort Talkeetna musste sein. Neben den historischen Gebäuden (Hotel ausgestattet wie vor 100 Jahren) ist Talkeetna im Mai eines jeden Jahres auch Ausgangspunkt für alle Expeditionen und Bergtouren auf den Denali. Ist hier doch das Nationalpark-Office und die Registrierung für die Besteigung sowie der Flughafen von denen die Bergsteiger zum Base Camp auf den Kahiltner-Gletscher geflogen werden.

Ein weiteres Fotohighlight auf unserer Alaskareise: die schneebedeckte Denali Bergkette.

Abseits an einem schönen Wasserflugzeug-See gab es eine verborgene Roadsite Table, ein idealer Platz für unser heutiges Mittagspicknick. Gegen 16 Uhr erreichten wir Anchorage und unser schön gelegenes Hotel am Hoodlake. Es blieb noch Zeit für einen Rundgang am See. Dabei konnten wir die unzähligen Starts und Landungen der verschiedenen Wasserflugzeuge gut beobachten.

Am Hoodlake beobachteten wir die unzähligen Starts und Landungen der Wasserflugzeuge.

Nach Homer auf die Kenai Peninsula

Der letzte Abschnitt der Reise führt uns auf die Kenai Peninsula nach Homer in die südwestliche Ecke dieser Halbinsel. Auf der abwechslungsreichen Fahrt geht es auf dem Seward Highway zunächst am Turnagain Arm vorbei zum Portage Lake. Im Turnagain Arm kann man mit etwas Glück die weißen Belugawale beobachten die in diesem Meeresarm bis in den Portage River schwimmen. Ideal angelegte Aussichtspunkte mit Erklärungen zu den Belugas und den hier besonderen Tidehüben machen diese Beobachtungen leicht.

In Portage kalbt der Portage-Gletscher in den Süßwasser See und bis vor wenigen Jahren schwammen die Eisschollen bis vor das große Fenster des informativen Visitorcenters. Auch heute ist das Center einen Besuch wert, zeigt es doch die Entwicklung der Gletscher in Alaska und gibt viele Informationen über die Natur, die Tiere, Lachse und Pflanzen. Unweit davon an einer Brücke über den Portage-Bach besuchten wir eine sehr gute Beobachtungsstelle für die aufsteigenden Lachse. Hier kann man den Kampf der Lachse gegen die Strömung, das Ablaichen sowie den letzten Zyklus im Leben der Lachse sehr gut beobachten.

Kenai Peninsula und das Fish- und Wildlife Refuge

Der Kenai River ist zu bestimmten Zeiten ein Paradies für alle Angler.

Auf der weiteren Fahrt nach Homer fahren wir eine ganze Strecke am Kenai River entlang. Dieser Fluss ist zu Zeiten wenn die Lachse steigen ein wahres Paradies für die Sportfischer und Angler, aber auch für die Bären, die es hier in großer Anzahl gibt. Wir konnten beobachten wie auf der anderen Seite die Fischer sowohl in ihren Booten als auch am Ufer waren und unweit davon zwei Bären im Wasser ebenfalls den Lachsen nachstellten. Im Ort Saldotna gibt es ein sehr sehenswertes Center vom „Fish and Wildlife Refuge“ zu diesem fischreichen Teil der Kenai Peninsula. Besonders eindrücklich wird in einer Animation auf einem Relief die Lachswanderung in den Flüssen dargestellt.

Im Lake Clark Nationalpark in Alaska hatten wir einen Blick auf die Vulkane Redoubt und Iliamna.

Wir hatten auch heute wieder schönes und klares Wetter. Dadurch konnten wir auf der Weiterfahrt der Küste entlang die eisigen Vulkane auf der anderen Seite des Cook Inlet sehr gut sehen und fotografieren. Es sind die Vulkane Mt. Redoubt 3108m und der Vulkan Iliamna 3053m im Lake Clark National Park. Auch der Mt. Douglas im Katmai National Park war in der Ferne gut zu erkennen. Immer wieder musste unser Reiseleiter anhalten um bei diesem Wetter die besten Aussichtsplätze und Fotopunkte für diese vereisten Vulkanriesen zu finden.

Das sind übrigens die beiden Nationalparks in die uns die Ausflüge zu den Bären-Beobachtungsstellen in den nächsten Tagen führen werden.

Reisebericht Alaska: Homer auf einer Landzunge in der Kachemak Bay

Wir erreichten am späten Nachmittag die an der Kachemak Bay liegende Ortschaft Homer mit ihrer endlos langen Landzunge. Genau am Ende dieser Landzunge waren wir in dem in aussichtsreicher Lage liegenden Hotel „Lands End“ untergebracht.

Unser Hotel lag genau am Ende der Landzunge in der Kachemak Bay.

Von Homer aus sind nun drei Ausflugstage vorgesehen. An zwei Tagen geht es wetterabhängig mit Flugzeug zu Bärenbeobachtungsplätzen in den vorher beschriebenen Nationalparks „Lake Clark“ und „Katmai“. Weiterhin ist ein Boots- und Wandertag über die Bay in dem Kachemak State Park vorgesehen.

Mit einem kleinen Landflugzeug ging es über die breite Meeresstraße des Cook Inlet.

Gleich am ersten Tag war das Wetter gut genug für den Flug über das Cook Inlet zum Lake Clark NP. Vom Flughafen Homer ging es mit kleinen Landflugzeugen mit großen Reifen über die breite Meeresstraße des Cook Inlet zur Landung auf dem Sand/Kies Strand an der Chinitina Bay.  Zuvor gab es in dem kleinen Hangar eine Instruktion zum Verhalten in Bärennähe. Hier wurden wir auch mit einer wasserdichten Hose ausgestattet (eine Art Fischerüberhose). Ist sie doch für die Gänge am Ufer durch das Watt durch kleine wasserführende Priele und Bäche sehr hilfreich.

Bärenbeobachtung in der Chinitna Bay im Lake Clark Nationalpark

Der Flug war sehr eindrücklich, zunächst mit Blick auf die 7 km lange Homer Landzunge und natürlich bei Annäherung der vergletscherten Flanken der Vulkanberge und hier besonders der Illiama an dessen Fuß am Meer die Chinitna Bay liegt.

Schon von oben sahen wir einige Bären sowohl am Strand als auch im Gras an der Küste.

Etwas schräg zum Meer aber sonst ganz sanft landete die Cessna auf dem Strand. Schon von oben konnte man einige Bären sehen, sowohl am Strand wie auch im Gras an der Küste. Wir beobachteten noch die zweite Landung und dann gingen alle unter Führung der Piloten zunächst zu der Bärengruppe die wir schon beim Anflug gesehen haben.

Eine Bärenmutti brachte ihren zwei Jungen den erbeuteten Fisch.

Langsam näherten wir uns bis vor einige quer liegende Baumstämme der Bärenmutti mit ihren zwei Jährlingen. Sie hatte uns bestimmt registriert, liess sich aber beim Grasen überhaupt nicht stören. Die Kleinen waren verspielt und waren immer in ihrer Nähe. Eindrücklich war, wenn eines der Kleinen sich aufrichtete und sich aus dieser Position einen Überblick verschaffen wollte.

Im Lake Clark Nationalpark beobachteten wir unzählige Bären bei der Fischjagd.

Es war großartig, dass wir gleich bei der ersten Begegnung mit den Bären dieses kleine Schauspiel erleben durften. Vorne im Watt waren weitere drei Bären bei der Suche nach Muscheln. Sie riechen diese wohl unter dem feuchten Sand und buddeln sie aus und lieben sie als kleine Leckerbissen. Wir mussten durch das Watt und durch einen wassergefüllten Priel laufen, aber es hat sich gelohnt. Die Bären schauten mal auf, ließen sich aber sonst nicht von Ihrem Mahl ablenken. In der alpinen Graslandschaft vor den Gletscherbergen haben wir noch einige Bären besucht bevor es wieder von unserer Strand-Startbahn zurück nach Homer ging.

In der Chinitna Bay im lake Clark Nationalpark in Alaska erlebten wir grasende Bären.

Den Nachmittag verbrachten wir mit Besichtigung und Beobachtung entlang der Landzunge. Homer, die „Halibut Capital Of The World“, hier war insbesondere das Eintreffen der Fischer mit ihren Booten und ihrem umfangreichen Fang zu beobachten.

Homer, das "hailbut capital of the world", zeigt seine Heilbutt Ausbeute.

In Schubkarren wurden die großen Fische zur „Schlachtbank“ gebracht, wo sich Studenten beim Ausnehmen und Filetieren der Heilbutt etwas Reisegeld verdienten. Auf der Jagd nach einem Rekord werden die Fische vorher gewogen und alle auf einem Ständer aufgehängt, wo sich der oder die Fischer dann stolz davor stellen.

Ausflug in den Kachemak Bay Statepark und zum Grewingk Glacier Lake

Das Wetter spielte einigermaßen mit bei unserem Ausflug in den Kachemak State Park.

Am zweiten Tag in Homer bot sich dann der Ausflug in den Kachemak State Park an. Das Wetter war einigermaßen, zwar bedeckter Himmel, aber die See war ruhig und für den Folgetag war nochmal sonniges Wetter angekündigt, so dass wir den Tag dann für den zweiten Bärenausflug vorgesehen haben.

Am Strand von Rusty´s Lagoon gingen wir an Land für eine Wanderung in der Kachemak Bay.

Heute ging es zunächst mit dem Boot über die Kachemak Bay ca. 10km zu einem kiesigen Strand an Rusty`s Lagoon. Hier konnte das Boot frontal auf den Kiesbeach fahren. Eine vorne runter gelassene Leiter erlaubt einen Zugang zum Beach. Wegen dem geplanten Rundweg haben wir für das Abholen am Nachmittag einen anderen Platz in der Halibut Cove vereinbart.

Es sollte zum Grewingk Glacier Lake gehen. Einem Gletscher See wo Eisabbrüche des riesigen Grewingk-Gletschers bis an das westliche Ufer schwimmen. Gleich nach dem Anlanden sahen wir hoch in den Tannenwipfeln zwei Weißkopfseeadler sitzen. Sie betrachteten ruhig das Geschehen am Strand und mit dem Teleobjektiv gelangen uns doch einige schöne Aufnahmen. Der etwas ausgetretene schmale Pfad ging durch einen dichten Tannenwald mit bis zu ca. 10 m hohen Sitka Trees.

Im bis zu 10 m hohen Sitka Tree sahen wir einen Weißkopfseeadler sitzen.

Vorbei an einer Kreuzung erreichten wir nach ca. zwei Stunden das westliche Ufer des Grewingk Lake. Ein sehr schöner Platz an dem auch nach vorheriger Reservierung beim State Park Camping möglich ist. Dies war ein idealer Platz für unser Mittags-Picknick, konnten wir doch den mit Eisschollen gespickten See mit dem weiten Gletscher dahinter von unserer „Baumstamm-Loge“ bestens beobachten.

Auf unserer Alaska Rundreise erleben wir den beeindruckenden Grewingk Lake.

Der Grewingk Glacier kommt von einer riesigen Eishochfläche, die auch weitere Gletscher nährt. Diese fließen sowohl in die Kachemak Bay nach Westen wie auch auf der östlichen Seite wo sie in den ebenfalls eisigen Kenai Fjords National Park münden.

Ungern verließen wir diesen eindrücklichen Platz und es ging zunächst über einen bewaldeten Rücken mit Blick auf weitere Eisberge im südlichen Teil des Stateparks. Wir sahen bald das Wasser der Halibut Cove, und über einen steilen Weg ging es zuletzt an Baumwurzeln zum Festhalten zum kiesigen Strand der Bucht hinunter.

Reisebericht Alaska: Rückfahrt vorbei an dem Rock Gull Island

Die kurze Wartezeit bis zum Eintreffen des Bootes verbrachten wir noch mit der Beobachtung von unzähligen Vögeln, aber ein Bold Eagle war diesmal nicht dabei.

Die Überfahrt nach Homer war ebenfalls super, ging es doch noch am Rock Gull Island, einem Vogelfelsen, vorbei. Dieser war mit unzähligen verschiedenen nordischen Vögeln besetzt. Beide Arten von Puffins begeisterten uns und bei dieser Anzahl gelangen uns doch tatsächlich einige schöne Aufnahmen von diesen flüchtigen Vögeln. Auch waren in einer Bucht einige Seeotter und es war toll diese auf dem Rücken schwimmend mit ihren Kleinen zu beobachten.

Neben unzähligen Vögeln konnten wir auch Seeotter mit ihren Jungen in einer Bucht beobachten.

Zum Schluss wurde die Überfahrt doch noch etwas windig. Voller Eindrücke kehrten wir in unsere Lodge an der äußeren Spitze der Landzunge zurück.

Bärenbeobachtung im Brooks Camp im Katmai NP

An unserem letzten Tag in Homer sollte uns nun erneut mit dem Wasserflugzeug zum Brooks Camp in den Katmai Nationalpark gehen. Um acht Uhr morgens lag unsere De Havillant Beaver auf dem Beluga Lake bereit. Sie hat Platz für unsere ganze Truppe und so ging der Flug wieder über das Cook Inlet zu dem südlich gelegenen Nationalpark. Über die Hallo Bay und eine Berglücke fliegt man zum westlichen Ende des Parks und landet auf dem Naknek Lake direkt am Strand vor dem Brooks Camp.

Schon beim Anflug sieht man einige Bären am Strand des Naknek Lake direkt vor dem Brooks Camp.

Schon beim Anflug sieht man einige Bären am Strand. Der Pilot gibt den Ausstieg über die Schwimmer erst frei wenn er sich versichert hat, dass die nächsten Bären einen gewissen Abstand haben. Es geht zuerst über einen kurzen Weg hinauf zu einem Info Center mit kleinem Shop. Hier wird jeder Besucher informiert und genau über das Verhalten beim freien Gang im Camp unterrichtet. Man lernt, dass man zu den Bären einen Abstand von 50 Meter einhalten soll und auch in den Waldpfaden am besten in kleinen Gruppen unterwegs ist und ggf. mit Klatschen und kleinen Geräuschen auf sich aufmerksam machen soll. Nach Unterschrift und Anstecknadel ist man nun für den freien Gang in dem umfangreichen Bärengelände vorbereitet.

Während der Lachswanderung sind am Naknek Lake unzählige Bären anzutreffen.

Im Wesentlichen handelt es sich um eine Flussmündung und eine felsige Schwelle im Fluss, an der zu Zeiten der Lachswanderung die Braunbären anzutreffen sind. Zu Spitzenzeiten im Juli sind hier bis zu 50 Bären anzutreffen. Auch Ende August beim Steigen der Rotlachse kehren die Bären in ähnlicher Anzahl nochmal an den Brooks River zurück.

Freies Bewegen bei der Bärenbeobachtung am Brooks River

Wir konnten uns nun frei bewegen und schon bei der ersten Stelle im Mündungsbereich des Brooksriver waren so viele Bären, dass man manchmal gar nicht wusste, wohin man die Kamera zuerst richten soll. Auch hier fing eine Bärenmutti mit drei Kleinen unsere ganze Aufmerksamkeit ein. Von einem erhöhten Punkt ließen sich die Kinderspiele sehr schön filmisch festhalten. Man kann sich kaum von diesem Treiben trennen, aber es gibt ja noch so viele Plätze, insbesondere sind die Brooksfälle der große Anziehungspunkt im Park.

Von einem erhöhten Punkt aus können wir die drei Bärenkinder beim Spielen wunderbar beobachten.
Bei den Brooksfällen im Katmai Nationalpark lassen sich die Bären beim Lachsfang ausgezeichnet beobachten.

Die Bären stehen hier direkt oberhalb einer Schwelle und warten nur darauf, dass die Lachse springend die Schwelle überwinden wollen. Nicht immer klappt das, aber wenn, dann schnappen die Bären direkt in ihrem Maul eine 3-5 kg Lachs-Mahlzeit. Dann gehen sie zur Seite, zerreißen ihre köstliche Beute und lassen die Reste im Fluss, um dann sogleich wieder den erfolgreichen Platz oberhalb der Fälle einzunehmen. Eine große Anzahl von Möwen kümmert sich dann um die Reste.

Lachse versuchen, über die Schwelle am Brooks River zu springen.

Der Weg dorthin führt zunächst über einen breiteren Weg, dann über einen schmalen Waldpfad. Dem einen oder anderen ist der Weg doch etwas unheimlich. Spätestens dann, wenn man den ersten Bär im Unterholz gesehen hat, der nur ganz gezielt zu dem Fluss strebt und auf die Lachse konzentriert ist, merkt man, dass der Mensch hier nur eine untergeordnete Rolle spielt und vor allen Dingen nicht auf der Speisekarte der Bären steht.

Der Weg führt am Ende zu zwei Plattformen die etwas erhöht den Blick auf den Fluss und die Schwelle freigeben. Von diesem Punkt aus ist das Treiben an den Fällen bestens zu beobachten und es ist nicht verwunderlich, dass hier immer ein großer Andrang herrscht. Im Juli ist wohl die Aufenthaltsdauer überwacht und man kann nur etwa 10 Minuten dort beobachten und fotografieren. Aber es gibt in dem ganzem Gebiet so viele Möglichkeiten, dass die Besuchszeit sowieso viel zu schnell vorbei ist.

Wir hatten aber Ende August manche Stellen ganz für uns alleine und so genossen wir diesen eindrücklichen Platz, bevor wir uns zu dem abgemachten Termin wieder an unserem Flugzeug am Ufer einfinden mussten.

Am Brooks River im Katmai Nationalpark kommen zur Zeit der Lachswanderung unzählige Bären zusammen.

Beim Rückflug war es etwas nebelig oder waren es tiefe Wolken, auf jeden Fall machte der Pilot bei dem Flug vor der Felsen-Lücke eine Kurve und flog über eine etwas andere Strecke nördlich über die Kamishak Bay in den Cook Inlet und nach Homer zurück.

Wir waren uns alle einig, einen besseren Abschlusstag für diese eindrückliche Reise hätten wir uns nicht vorstellen können. Noch lange machten die Geschichten des am Tage bei den Bären Erlebten an der abendlichen Bar und im Restaurant die Runde.

Rückfahrt nach Anchorage

Bei etwas trübem Wetter und damit der Abschiedsstimmung angepasst, sollte es heute zurück nach Anchorage gehen. Eigentlich ging es über die von der Herfahrt bekannte Strecke. Bei einem Rastplatz am Kenai River ging es nochmal für ein kurzes Stück über einen Holzsteg am Kenai River entlang. Eigentlich wollten wir auf der anderen Flussseite nochmal Bären sehen. Kein Bär weit und breit, aber unter dem Steg am Fluss entlang lief doch ein Tier was wir gar nicht erwartet hatten - und besonders nicht hier. Strich doch tatsächlich ein Luchs hier am Ufer entlang. Er war sehr flink, und so gelangen nur etwas unklare Aufnahmen, aber wir waren auch so beeindruckt, dass wir hier einen Luchs in freier Wildbahn erleben konnten.

Auf der Suche nach Bären am Kenai River konnten wir überraschenderweise einen Luchs beobachten.

An einem versteckten Campingplatz mit schöner Picknick-Table am Seeufer gab es nochmal ein letztes Mittagspicknick in dieser eindrücklichen nordischen Landschaft. An einer nahen Bachmündung in den See stolzierte ein Adler am Ufer und hielt Ausschau nach den steigenden Fischen. Auch er ließ sich kaum von uns ablenken und so konnten wir aus guter Entfernung mit dem Teleobjektiv eine letzte schöne Wildtier Aufnahme machen.

Ein weiteres Vogel-Highlight unserer Alaska Rundreise war ein Adler am Seeufer des Kenai River.

Abschied nehmen

Zurück in Anchorage ging es wieder in unser bekanntes Hotel am Lake Hood. Beim letzten Abendessen auf der Hotel-Terrasse am Lake Hood machten dann nochmal die Erlebnisse auf dieser eindrücklichen Reise die Runde.

Mit dem letzten Aufenthalt in der Lodge am See schlossen wir dann diese Reise ab bevor es am nächsten Morgen zum nahen Flugplatz und zum Heimflug nach „Good old Germany“ ging.

Am Lake Hood beschliessen wir unsere unvergessliche Alaska Reise mit einem schönen Sonnenuntergang.

Der Fotograf der Alaska Bilder: Reinhard Stracke

Reinhard ist schon seit über 10 Jahren als Reiseleiter für Wigwam in vielen Regionen weltweit unterwegs und hat vielen Reisebegeisterten die Wildnisse der Welt gezeigt! Diese Reise "Pazifikwelten Alaskas" durfte er mehrere Male mit WIGWAM Reisenden unternehmen und hat uns diese beeindruckenden Fotos zur Verfügung gestellt.

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Mit WIGWAM Tours nach Alaska

Wenn Sie nun Lust auf eine Abenteuerreise nach Alaska bekommen haben freuen wir uns auf Ihre Anfrage! Weitere Informationen zu unseren Alaska Reisen finden Sie auf unserer Länderseite. Hendrik und Freddy beraten Sie gerne auch telefonisch unter +49 (0) 8379 / 92060.

Oder Sie schauen auf unserer Seite "Reisen für Kurzentschlossene", ob eine passende Reise bereits in den Startlöchern steht.

 

Hinweis: die Naturerlebnisse und Tierbeobachtungen auf dieser Reise können nicht auf jeder Alaska-Reise garantiert werden. Dies ist selbstverständlich immer auch saison- und wetterabhängig. Und ein Fünkchen Glück gehört auch dazu, dass man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist ;-)

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