von Petra Huber

Die schönsten Nationalparks Tanzanias

Etwa ein Drittel der Gesamtlandfläche Tanzanias sind Wild- und Naturschutzgebiete. Allen voran die weltberühmte Serengeti und der artenreiche Ngorongoro Krater, bekannt geworden in den 60er und 70er Jahren durch die Arbeit von Dr. Bernhard und Michael Grzimek.

Weniger bekannt und deshalb noch sehr ursprünglich sind die weiter südlich gelegenen Parks. Mit über 30.000 km2 ist der Nyerere Nationalpark (bis 2019 Selous Game Reserve) das größte Wildschutzgebiet Tanzanias, dicht gefolgt vom Ruaha Nationalpark, mit einer Fläche von ca. 20.000 km2.

Beobachtungsmöglichkeiten Geparden in Tanzania

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Serengeti Nationalpark

Tanzanias ältester und wohl berühmtester Nationalpark ist die Serengeti. Er befindet sich im Norden des Landes, östlich des Victoriasees. Die jährliche Gnuwanderung, bei der sich Millionen von Gnus auf die große Reise durch die Serengeti und die angrenzende Masai Mara in Kenia machen, ist sicherlich das bekannteste Naturschauspiel in Ostafrika. Begleitet werden sie von Hunderttausenden Thomson-Gazellen und Zebras. Beim Überqueren des Mara Flusses, dem sogenannten River Crossing, lauern Krokodile geduldig am Ufer des Flusslaufs und auch Raubtiere wie Löwen, Geparden, Leoparden und Hyänen finden sich stets in ihrer Nähe, wird ihnen das Fressen schließlich direkt vor der Nase serviert. Neben dem damaligen Präsidenten Julius Nyerere ist es insbesondere den Filmemachern Bernhard und Michael Grzimek und ihrem Dokumentarfilm „Die Serengeti darf nicht sterben“ zu verdanken, dass diese einmalige Naturschauspiel geschützt wurde.

Die Serengeti verspricht nicht nur zur Hochsaison der Gnuwanderung tolle Safari-Erlebnisse, in dem knapp 15.000 km2 umfassenden Ökosystem leben unzählige Elefanten, Büffel, Giraffen, Kuh- und Leierantilopen, Warzenschweine, Impalas, Paviane und Schakale. Auch zahlreiche Vogelarten wie Ohren- und Sperbergeier, Marabus, Sekretärvögel und Raubadler sind hier beheimatet.

Der Kreislauf des Lebens, die Wanderung der Gnuherden

Ngorongoro Conservation Area

Der weltberühmte Ngorongoro Krater liegt in der 8.200 km2 großen Ngorongoro Conservation Area, einem Schutzgebiet, in dem neben einem hohen Wildtierbestand auch etwa 50.0000 Massai-Hirten mit ihren Rindern, Ziegen und Schafen im Einklang mit der Natur leben. Bernhard Grzimek war in den 60er Jahren maßgeblich an dem Erhalt dieser einmaligen Vulkanlandschaft beteiligt und bezeichnete den Krater einst als eines der Weltwunder. 600 Meter hohe, teilweise dicht bewaldete und steile Wände umschließen die 260 km2 große, geschlossene Caldera. Unterschiedliche Landschaften prägen den Kraterboden, in dem sich je nach Saison bis zu 25.000 Säugetiere aufhalten. Im offenen Grasland leben große Zebra- und Gnuherden friedlich neben Thompson-Gazellen und Büffeln. Löwen, Hyänen und Schakale finden hier reichlich Beute. In den wenigen Wasserlöchern dösen Nilpferde im trüben Wasser, am sumpfigen Uferrand hocken weiße Kuhreiher und Waffenkiebitze. In der Mitte des Kraters befindet sich ein Soda-See, der rosa Flamingos reichlich Nahrung bietet. Dort stolzieren auch gerne Riesentrappen und die wunderschönen Kronenkraniche umher. In einem kleinen Akazienwäldchen tummeln sich Paviane und Grüne Meerkatzen und manchmal streunt dort auch ein einsamer Leopard vorbei. Eine Besonderheit des Kraters ist außerdem das Vorkommen der seltenen und vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner.

Eine Top-Sehenswürdigkeit in Tanzania ist der Ngorongoro Krater, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt

Tarangire Nationalpark

Das Herzstück des Tarangire Nationalparks ist der ganzjährig wasserführende Tarangire River, der sich durch eine hügelige Landschaft mäandert. Uralte Affenbrotbäume recken ihre dürren Äste in den Himmel und bieten eine grandiose Kulisse für ausgedehnte Pirschfahrten. Große Elefantenfamilien ziehen gemächlich fressend durch die üppige Vegetation und treffen sich mit Zebras und Gnus zum Baden und Trinken am Flussufer. Giraffen und Vogelstrauße, Impalas und Wasserböcke gesellen sich gerne dazu. Mit etwas Glück lassen sich sogar Löwen, Geparden und Nilwarane beobachten. Ornithologen freuen sich über die metallisch-blau schimmernden Gabelracken, Hammerköpfe, Schreiseeadler und Sattelstörche. Der 2.850 km2 große Park liegt, ebenso wie der Lake Manyara Nationalpark, im Rift Valley und ist vor allem in der Trockenzeit von Juni bis September ein wichtiger Rückzugsort für die Tiere aus weniger wasserreichen Gegenden. Ein besonderes Erlebnis ist sicher die Beobachtung der großen Herden aus der Luft. Im Tarangire Nationalpark werden zum Sonnenaufgang Fahrten mit dem Heißluftballon angeboten.

Auf geführter Elefantenpirsch im Tarangire Nationalpark

Lake Manyara Nationalpark

Der Lake Manyara Nationalpark liegt nur zwei bis drei Autostunden von der Stadt Arusha entfernt und ist über eine gut ausgebaute Asphaltstraße zu erreichen. Direkt unterhalb der Ostafrikanischen Grabenbruchkante gelegen, bietet der wasserreiche Park etwa 450 Vogelarten reichlich Nahrung, wie den farbenprächtigen Bienenfressern, Oryxwebern, Raubadlern, Südlichen Hornraben und Eisvögeln. Im Norden des Parks befindet sich ein üppiger Grundwasserwald mit Urwaldriesen und Lianen, in dem riesige Nashornvögel im dichten Blattwerk kreischen und Diadem-Meerkatzen von Ast zu Ast springen. Weiter südlich wird die Landschaft offener und knorrige Akazienbäume prägen die Gegend. Impalas und Giraffen fühlen sich hier genauso wohl wie Elefanten, Warzenschweine und die kleinen Dik Dik Antilopen. Am Seeufer lassen sich u.a. Pelikane, Kormorane, Nimmersatte und Nilpferde beobachten. Neben „Game Drives“ kann man im Lake Manyara Nationalpark auch eine von einem Ranger begleitete Fußpirsch unternehmen, bei der man viel über das Verhalten der großen und kleinen Tiere im Busch erfährt.

Am Lake Manyara leben zahlreiche Vogelarten

Arusha Nationalpark

Klein, reizvoll und mit üppiger Vegetation. Diese 3 Attribute beschreiben den Arusha Nationalpark recht gut. Auf einer Fläche von 540 km2 erlebt man tropischen Bergregenwald, die 7 Momella Seen und den Ngurdoto Krater. Auch findet sich auf seinem Territorium der zweithöchste Berg Tanzanias wieder – der 4.566 m hohe Mount Meru. Wer ihn besteigen möchte, passiert auf der 4-tägigen Trekkingtour eine offene Weidelandschaft, in der nicht selten Büffel grasen und durchquert einen dichten Wald mit Baumriesen, die von Farnen und Mosen bedeckt werden. Die letzten Meter führen entlang eines schmalen Bergkammes ehe man zum Sonnenaufgang den Socialist Peak erreicht. Von hier aus lässt sich dann auch der knapp 80 km entfernte Kilimanjaro bewundern. Für Nicht-Bergsteiger bietet der Arusha Nationalpark ein Safari-Erlebnis mit tollen Tierbeobachtungsmöglichkeiten. Giraffen, Zebras, Wasserböcke, Dikdik-Antilopen und Flamingos. In den Baumspitzen sind Diadem-Meerkatzen und die akrobatischen, schwarz-weißen Colobusaffen zuhause. Und die farbenprächtigen Bienenfresser, Turakos, Zwergtaucher, Felsenbussarde und Weißbrauenkuckucks begeistern Ornithologen.

Unterwegs mit einer Kleingruppe im Norden Tanzanias

Kilimanjaro Nationalpark

Der Kilimanjaro - kein Berg in Afrika ist wohl so bekannt wie dieser!

Er liegt im gleichnamigen Kilimanjaro Nationalpark im Nordosten von Tanzania und ist der höchste freistehende Berg der Welt. Die Erklimmung des 5.895 m hohen Gipfels ist ein Traum für viele Bergsteiger. Auf dem Weg zum schneebedeckten Gipfel, dem Uhuru Peak, werden fünf verschiedene Vegetationszonen durchwandert.

Der 1973 gegründetet Kilimanjaro Nationalpark beeindruckt durch üppigen Bergregenwald, weite Moor und Heidelandschaft, sowie eisige Gletscher. Dank des hohen Niederschlags ist die Kilimanjaro Region sehr fruchtbar, sogar der wertvolle Arabica-Kaffee wird hier angebaut. Die Tierdichte ist im Nationalpark allerdings nicht so hoch wie in anderen Parks von Tanzania.

Geführtes Kilimanjaro Trekking in Tanzania

Nyerere Nationalpark

Mit knapp 31.000 km2 ist der Nyerere Nationalpark der größte Nationalpark Afrikas. Er wurde erst 2019 durch die Übernahme des nördlichen Teils des berühmten Selous Wildreservats im Südosten Tanzanias gegründet und ist nach dem Gründervater Tanzanias benannt. Der Park beherbergt eine intakte und vielfältige Tierwelt, die eine ausgewogene Beziehung zwischen Raubtieren und Beutetieren aufweist. Neben Großkatzen wie Löwen, Leoparden und Geparden lassen sich auch Elefanten, Büffel, Giraffen, Kudus und vieles mehr beobachten. Eine Besonderheit ist das Vorkommen der Afrikanischen Wildhunden, die vom Aussterben bedroht sind.

Neben Pirschfahrten im Safarifahrzeug werden auch Bootstouren auf dem gewaltige Rufiji River angeboten. Der größte Fluss Tanzanias bildet zusammen mit seinen zahlreichen Nebenflüssen ist ein artenreiches Delta und ist Heimat für Flusspferde und Krokodile sowie zahlreichen Wasservögel.

Bei der Safari im Ruaha Nationalpark sehen wir Elefanten, Löwen, Hyänen, Wildhunde u.v.m.

Ruaha Nationalpark

Der Ruaha Nationalpark liegt im Süden Tanzanias und ist der zweitgrößte Nationalpark des Landes. Er bedeckt eine Fläche von ca. 20.000 km2 und bietet zahlreichen Pflanzen und afrikanischen Wildtieren einen idealen Lebensraum. Der Ruaha Fluss ist eine wichtige Trinkwasserquelle und Heimat von zahlreichen Nilpferden und Krokodilen. Im Ruaha Nationalpark wechseln sich Flusslandschaften, Savannen und Wäldern ab. Das Ganze ist gespickt mit zahlreichen Baobab-Bäumen. Die hohe Raubkatzen- und Elefantendichte machen den Ruaha Nationalpark zu einem besonderen Erlebnis. Der Reisende kann auf Safari im Ruaha Nationalpark u.a. Löwen, Geparde, Hyänen, Schakale, Wildhunde, Zebras, riesige Büffelherden, Kudus, Antilopen, Gazellen, Paviane, zahlreiche Vogelarten und vieles mehr entdecken.

Auf Löwensafari mit Guide im Ruaha Nationalpark
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Lake Natron

Die Gegend rund um dem Lake Natron ist in dem Sinne kein Nationalpark, wurde aber 1974 zu einer "Game Controlled Area" ausgewiesen. Das Gebiet bieten Wildtieren auf ihrer Wanderung zwischen Serengeti und Tarangire sowie Lake Manyara Nationalpark einen geschützen Korridor. Der 60 km lange und 20 km breite Natron See liegt im Ostafrikanischen Grabenbruch auf einer Höhe von 610 Metern in einem der trockensten und heißesten Gebiete Tanzanias. Zahlreiche Algen geben dem alkalischen See eine rötliche Färbung und bieten so einen perfekten Nahrungsgrundlage für Flamingos.

Naturreise zum Ol Doinyo Lengai am Fuße des Lake Natrons

Südlich des Lake Natrons liegt der "heilige Berg" der Massai - der Ol Donyo Lengai. Der aktive Vulkan besticht durch seine schöne kegelartige Form, die schon von weitem gut sichtbar ist. Der 2.960 m hohe Gipfel ist für manche Bergsteiger neben dem Kilimanjaro ein begehrtes Ziel. Aber auch Trekkingtouren rund um den Ol Donyo Lengai bieten sich Wanderern an.

Ein aktiver Schichtvulkan des Ostafrikanischen Grabenbruchs in Nordtanzania

Zanzibar

Was gibt es Schöneres, als nach einer erlebnisreichen Safari die Füße hochzulegen und sich in einem tropischen Paradies zu erholen?

Die Gewürzinsel Zanzibar bietet dafür eine hervorragende Möglichkeit. Herrliche Stände mit feinem weißen Sand, türkisfarbenes Wasser, Kokosnusspalmen... Was will man mehr. Zanzibar liegt im Indischen Ozean und ist ca. 1.650 km2 groß. Die Temperaturen sind ganzjährig sehr warm und betragen durchschnittlich 25-30 Grad. Ein artenreiches Korallenriff umgibt fast die gesamte Insel. Die Infrastruktur an den Badeorten ist überschaubar und familiär. Stone Town, die historische Altstadt von Zanzibar Town, sowie die Märkte mit exotischen Früchten und aromatischen Gewürzen sind äußerst sehenswert. Verschiedene Aktivitäten auf und im Wasser werden vieler Orts angeboten.

Tauchparadies Mnemba Atoll

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Petra Huber