von Susanne Siegel
Beste Reisezeit für Ihre Island Reise
Die beste Reisezeit für Island hängt davon ab, welche Landschaften, Naturphänomene und Aktivitäten Sie während Ihrer Reise erleben möchten. Die Vulkaninsel im Nordatlantik verändert ihren Charakter mit jeder Jahreszeit: Im Sommer erwarten Sie lange Tage, grüne Landschaften und gut zugängliche Reiserouten. Im Winter locken Polarlichter, verschneite Bergwelten und faszinierende Eishöhlen.
Auch die Übergangsmonate können für eine Island-Rundreise ausgesprochen reizvoll sein. Im Frühling erwacht die Natur langsam wieder zum Leben, während sich im Herbst die Landschaft in warmen Farben zeigt und die ersten Polarlichter am Himmel erscheinen können.
Die Wahl der Reisezeit beeinflusst jedoch nicht nur das Wetter. Auch die Tageslänge, die Straßenverhältnisse, die Erreichbarkeit des Hochlands und das Angebot an Ausflügen unterscheiden sich je nach Monat deutlich. Möchten Sie Islands Ringstraße vollständig bereisen, ins abgelegene Hochland fahren oder lange Wanderungen unternehmen, eignen sich vor allem die Sommermonate. Für Nordlichter und winterliche Naturerlebnisse sollten Sie Ihre Reise dagegen zwischen September und März planen.
Island: Beste Reisezeit für Polarlichter – der Winter-Guide
Die beste Reisezeit für Polarlichter in Island liegt ungefähr zwischen September und März. Während dieser Monate sind die Nächte lang und dunkel genug, um die Aurora Borealis beobachten zu können. Die intensivsten Farben zeigen sich häufig fernab von Städten und künstlichen Lichtquellen.
Für eine erfolgreiche Polarlichtbeobachtung müssen mehrere Faktoren zusammenkommen. Neben einer ausreichenden Sonnenaktivität benötigen Sie vor allem einen klaren oder nur leicht bewölkten Himmel. Da sich das isländische Wetter schnell ändern kann, lohnt es sich, mehrere Nächte für die Suche nach den Nordlichtern einzuplanen.
Gute Ausgangspunkte sind beispielsweise die Südküste, die Halbinsel Snæfellsnes, die Westfjorde oder der Norden rund um Akureyri und den Mývatn-See. Auch außerhalb Reykjavíks lassen sich bei geeigneten Bedingungen Polarlichter beobachten. Je weiter Sie sich von den Lichtern der Hauptstadt entfernen, desto besser sind in der Regel die Sichtverhältnisse.
Neben den Nordlichtern gehören natürliche Eishöhlen zu den Höhepunkten einer winterlichen Island-Reise. Besonders bekannt sind die Eishöhlen im Bereich des Vatnajökull, Europas größtem Gletscher. Da sich die Höhlen durch die Bewegung des Eises und das Schmelzwasser laufend verändern, dürfen sie ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour betreten werden.
Winterreisen erfordern insgesamt mehr Flexibilität als Reisen im Sommer. Schnee, starker Wind und vereiste Straßen können zu kurzfristigen Änderungen führen. Einige Regionen und Nebenstraßen sind zeitweise nicht zugänglich. Planen Sie daher ausreichend Zeit ein und gestalten Sie Ihre Route nicht zu eng.
Die Monate Februar und März sind für viele Reisende besonders interessant. Die Tage werden bereits wieder länger, gleichzeitig bestehen noch gute Chancen auf Polarlichter und winterliche Landschaften. Dezember und Januar bieten dagegen besonders lange Nächte, aber nur wenige Stunden Tageslicht.
Island-Wetter im August: Die beliebteste Reisezeit für Touren
Das Island-Wetter im August bietet sehr gute Voraussetzungen für eine Rundreise. Der Monat gehört zur sommerlichen Hauptreisezeit und verbindet lange Tage mit vergleichsweise milden Temperaturen. Viele Straßen, Wanderwege und Ausflugsziele sind zugänglich, und das Angebot an geführten Touren ist besonders groß.
Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen häufig zwischen etwa 10 und 15 Grad Celsius. Nachts kann es deutlich kühler werden. Gleichzeitig sind Regen, Wind und rasche Wetterwechsel auch im August jederzeit möglich. Sonnenschein und kräftige Schauer können sich innerhalb weniger Stunden abwechseln.
Für Ihre Reise sollten Sie daher auf das bewährte Zwiebelprinzip setzen. Mehrere Kleidungsschichten lassen sich flexibel an wechselnde Bedingungen anpassen. Eine wind- und wasserdichte Jacke, robuste Schuhe und wärmende Kleidung gehören auch im Hochsommer ins Gepäck.
Der August ist ideal für eine Fahrt entlang der Ringstraße. Sie können den Golden Circle erkunden, die Wasserfälle und schwarzen Strände der Südküste besuchen, an der Gletscherlagune Jökulsárlón Eisberge beobachten oder die vulkanisch geprägten Landschaften im Norden entdecken.
Auch das Hochland ist in dieser Zeit in der Regel am besten zugänglich. Regionen wie Landmannalaugar oder Kerlingarfjöll beeindrucken mit farbenprächtigen Bergen, heißen Quellen und außergewöhnlichen Wanderwegen. Die Öffnung der Hochlandstraßen hängt jedoch immer von der aktuellen Wetter- und Schneelage ab.
Da der August zu den beliebtesten Reisemonaten gehört, sollten Sie Unterkünfte, Mietwagen und ausgewählte Aktivitäten frühzeitig reservieren. Vor allem an bekannten Sehenswürdigkeiten kann es lebhafter werden.
Reisezeit Island: Sommer vs. Übergangsmonate
Der Sommer von Juni bis August ist die beste Reisezeit für Island, wenn Sie möglichst viele Regionen bereisen und lange Tage nutzen möchten. Rund um die Sommersonnenwende im Juni wird es nachts kaum vollständig dunkel. Die Mitternachtssonne ermöglicht es Ihnen, auch am späten Abend noch Wasserfälle, Küstenlandschaften und andere Sehenswürdigkeiten zu besuchen.
Der Juni eignet sich besonders für Reisende, die Islands Natur bei langen Tagen erleben möchten. Allerdings können einige Hochlandstraßen zu Beginn des Monats noch geschlossen sein. Ihr genauer Öffnungszeitpunkt hängt davon ab, wie schnell Schnee und Eis schmelzen und ob die Wege bereits sicher befahrbar sind.
Juli und August bieten meist die größte Auswahl an Touren und die besten Voraussetzungen für Wanderungen, Mietwagenrundreisen und Hochlandausflüge. Gleichzeitig handelt es sich um die am stärksten nachgefragte Reisezeit.
Der September ist eine interessante Alternative. Die sommerliche Hauptsaison klingt langsam ab, während viele Ziele entlang der Ringstraße weiterhin gut erreichbar sind. Die Landschaft nimmt erste herbstliche Farben an, und mit zunehmender Dunkelheit steigen die Chancen auf Polarlichter.
Allerdings können im September erste winterliche Wetterlagen auftreten. Hochlandstraßen werden je nach Bedingungen bereits geschlossen, und einige saisonale Unterkünfte oder Touren stellen ihren Betrieb ein. Für eine klassische Rundreise entlang der Ringstraße ist der September dennoch häufig sehr gut geeignet.
Auch Mai kann ein reizvoller Reisemonat sein. Die Tage sind bereits lang, und an vielen Orten geht es ruhiger zu als im Hochsommer. Im Hochland liegt jedoch häufig noch Schnee, weshalb diese Regionen in der Regel nicht zugänglich sind.
Sehenswürdigkeiten und Naturphänomene optimal erleben
Island bietet zu jeder Jahreszeit besondere Naturerlebnisse. Welche Sehenswürdigkeiten Sie optimal erleben können, hängt sowohl von Ihrer Route als auch von den saisonalen Bedingungen ab.
Geysire und geothermale Gebiete wie Geysir, Strokkur oder die Region rund um den Mývatn-See können grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Im Sommer profitieren Sie von langen Tagen und meist einfacheren Straßenverhältnissen. Im Winter bilden Schnee, Eis und aufsteigender Dampf eindrucksvolle Kontraste.
Auch viele bekannte Wasserfälle sind ganzjährig zugänglich. Gullfoss, Seljalandsfoss und Skógafoss zeigen im Sommer eine grüne Umgebung, während sie im Winter teilweise von Eis und Schnee eingerahmt werden. In der kalten Jahreszeit können Wege allerdings rutschig oder gesperrt sein.
Für Whale Watching gelten die Sommermonate von etwa Mai bis September als besonders beliebt. Touren starten unter anderem in Reykjavík, Húsavík und Akureyri. Je nach Region können Sie Buckelwale, Zwergwale, Delfine und mit etwas Glück auch andere Walarten beobachten. Da es sich um wild lebende Tiere handelt, können Sichtungen niemals garantiert werden.
Papageitaucher halten sich meist vom späten Frühling bis in den August hinein an den isländischen Küsten auf. Besonders bekannte Beobachtungsorte befinden sich unter anderem an den Klippen von Látrabjarg und Dyrhólaey. Während der Brutzeit müssen Schutzgebiete und Absperrungen unbedingt respektiert werden.
Vulkanlandschaften und erstarrte Lavafelder können Sie das ganze Jahr über entdecken. Bei aktiver vulkanischer Tätigkeit gelten jedoch besondere Sicherheitsbestimmungen. Betreten Sie aktuelle Ausbruchsgebiete nur, wenn diese offiziell freigegeben sind, und beachten Sie sämtliche Warnungen und Absperrungen.
Fazit: Wann ist die beste Reisezeit für Island?
Die beste Reisezeit für Ihre Island-Reise richtet sich nach Ihren persönlichen Wünschen. Für eine umfassende Rundreise mit langen Tagen, gut zugänglichen Straßen und zahlreichen Aktivitäten eignen sich vor allem Juni, Juli und August. Der August bietet besonders gute Voraussetzungen für Touren entlang der Ringstraße und ins Hochland.
Möchten Sie Polarlichter, Eishöhlen und verschneite Landschaften erleben, empfiehlt sich eine Reise zwischen September und März. Die Übergangsmonate Mai und September sind ideal für Reisende, die eine ruhigere Atmosphäre bevorzugen und hinsichtlich der Route flexibel bleiben.
