Ngorongoro Krater

Der weltberühmte Ngorongoro Krater liegt in der 8.200 km2 großen Ngorongoro Conservation Area, einem Schutzgebiet, in dem neben einem hohen Wildtierbestand auch etwa 50.0000 Massai-Hirten mit ihren Rindern, Ziegen und Schafen im Einklang mit der Natur leben. Bernhard Grzimek war in den 60er Jahren maßgeblich an dem Erhalt dieser einmaligen Vulkanlandschaft beteiligt und bezeichnete den Krater einst als eines der Weltwunder.
600 Meter hohe, teilweise dicht bewaldete und steile Wände umschließen die 260 km2 große, geschlossene Caldera. Unterschiedliche Landschaften prägen den Kraterboden, in dem sich je nach Saison bis zu 25.000 Säugetiere aufhalten. Im offenen Grasland leben große Zebra- und Gnuherden friedlich neben Thompson-Gazellen und Büffeln. Löwen, Hyänen und Schakale finden hier reichlich Beute. In den wenigen Wasserlöchern dösen Nil­pferde im trüben Wasser, am sumpfigen Uferrand hocken weiße Kuhreiher und Waffen­kiebitze. In der Mitte des Kraters befindet sich ein Soda-See, der rosa Flamingos reichlich Nahrung bietet. Dort stolzieren auch gerne Riesentrappen und die wunder­schönen Kronenkraniche umher. In einem kleinen Akazienwäldchen tummeln sich Paviane und Grüne Meerkatzen und manchmal streunt dort auch ein einsamer Leopard vorbei.
Eine Besonderheit des Kraters ist außerdem das Vorkommen der seltenen und vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner.

Tarangire Nationalpark

Das Herzstück des Tarangire Nationalparks ist der ganzjährig wasserführende Tarangire River, der sich durch eine hügelige Landschaft mäandert. Uralte Affenbrotbäume recken ihre dürren Äste in den Himmel und bieten eine grandiose Kulisse für ausgedehnte Pirschfahrten. Große Elefantenfamilien ziehen gemächlich fressend durch die üppige Vegetation und treffen sich mit Zebras und Gnus zum Baden und Trinken am Flussufer. Giraffen und Vogelstrauße, Impalas und Wasserböcke gesellen sich gerne dazu. Mit etwas Glück lassen sich sogar Löwen, Geparden und Nilwarane beobachten. Ornithologen freuen sich über die metallisch-blau schimmernden Gabelracken, Hammerköpfe, Schreiseeadler und Sattelstörche.
Der 2.850 km2 große Park liegt, ebenso wie der Lake Manyara Nationalpark, im Rift Valley und ist vor allem in der Trockenzeit von Juni bis September ein wichtiger Rückzugsort für die Tiere aus weniger wasserreichen Gegenden. Ein besonderes Erlebnis ist sicher die Beobachtung der großen Herden aus der Luft. Im Tarangire Nationalpark werden zum Sonnenaufgang Fahrten mit dem Heißluftballon angeboten.

Lake Manyara Nationalpark

Der Lake Manyara Nationalpark liegt nur zwei bis drei Auto­stunden von der Stadt Arusha entfernt und ist über eine gut ausgebaute Asphaltstraße zu erreichen. Direkt unterhalb der Ostafrikanischen Graben­bruchkante gelegen, bietet der wasserreiche Park etwa 450 Vogelarten reichlich Nahrung, wie den farben­prächtigen Bienenfressern, Oryx­webern, Raubadlern, Kaffernraben und Kingfischern.
Im Norden des Parks befindet sich ein üppiger Grundwasserwald mit Urwaldriesen und Lianen, in dem riesige Nashornvögel im dichten Blattwerk kreischen und Diadem-Meerkatzen von Ast zu Ast sprin­gen. Weiter südlich wird die Landschaft offener und knorrige Akazienbäume prägen die Gegend. Impalas und Giraffen fühlen sich hier genauso wohl wie Elefanten, Warzenschweine und die kleinen Dik Dik Antilopen. Am Seeufer lassen sich u.a. Pelikane, Kormorane, Nimmersatte und Nilpferde be­obachten.
Neben „Game Drives“ kann man im Lake Manyara Nationalpark auch eine von einem Ranger begleitete Fußpirsch unter­nehmen, bei der man viel über das Verhalten der großen und kleinen Tiere im Busch erfährt.