Waimea Canyon

Der Waimea Canyon, auch bekannt als „Grand Canyon des Pazifiks“, ist etwa 16 km lang, bis zu 900 m tief  und befindet sich auf der westlichen Seite von Kaua’i. Waimea ist Hawaiianisch für „rötliches Wasser“, was auf die Erosionen der roten Erde zurückzuführen ist.

Der Canyon hat eine einzigartige geologische Geschichte, er entstand nicht nur durch den andauernden Prozess der Erosion und somit der Eingrabung des Waimea Flusses in den Berg nach extremen Regenfällen auf dem Gipfel der Insel, dem Berg Wai’ale’ale - einem der regenreichsten Orte der Welt - sondern auch durch einen katastrophalen Kollaps des Vulkans, durch den Kaua’i entstand. Denn wie alle anderen hawaiianischen Inseln ist Kaua’i die Spitze eines riesigen Vulkans, der vom Meeresboden in die Höhe ragt. Kaua’i ist die älteste der großen hawaiianischen Inseln, schon vor mehr als fünf Millionen Jahre floss hier Lava und vor vier Millionen Jahren, während Kaua’i noch fast pausenlos ausbrach, kollabierte ein Teil der Insel. Dieser Kollaps formte eine Furche, die dann mit flüssiger Lava gefüllt wurde.

Seitdem erodiert das Regenwasser von den Hängen des Bergs Wai’ale’ale zum Waimea Canyon entlang einer Kante des Kollaps. Die Kliffs an der Westseite des Canyons bestehen aus dünnen Lavaschichten aus dem Kaua’i Vulkan, während die andere Seite des Canyons aus dicken Lavaschichten besteht, die durch das aus der Furche emporsprudelnde Lava entstanden. Im Laufe der Zeit verwitterte der offen liegende Basalt von schwarz zu rot und somit entstand das heutige Naturparadies. 

Volcano Nationalpark

Der 1916 gegründete Nationalpark liegt auf der Insel Hawaii, auch Big Island genannt, und hat eine Größe von etwa 1300 Quadratkilometer. Etwa die Hälfte des Parks ist Teil der „Hawaii Volcanoes Wilderness Area“ und bietet ungewöhnliche und einzigartige Wandermöglichkeiten.
Die Inseln sind recht jung mit einem Alter zwischen 1 und 6 Millionen Jahren, aber Hawaii wächst weiterhin durch seine Lage direkt auf der pazifischen Platte, die expandiert. Ein Grund für die beiden aktiven Vulkane im Park: der Kilauea, einer der aktivsten Vulkane der Welt mit einem Kraterdurchmesser von 80 km, und der Mauna Loa, der massivste Vulkan der Welt – ab der Erdoberfläche gerechnet – mit 4170 m Höhe und einem Kraterdurchmesser von 48 km, der 1984 zum letzten Mal ausbrach. Beide Vulkane eruptieren mehr flüssig als gasförmig, weswegen die wüstenähnliche vulkanische Landschaft im Nationalpark entstand.
Ein weiteres Highlight des Parks ist die „Thurston Lava Tube“ am Kilauea: Dieser Lavatunnel entstand dadurch, dass die äußeren Bereiche eines Lavaflusses schneller erkalteten. Das führte dazu, dass sich mit der Zeit eine Kruste an den Rändern des Flusses bildet. Irgendwann bedeckte die Kruste die Lava vollständig. Sie floss dann unterirdisch weiter, auch über längere Strecken, da sie nicht so schnell erkaltet. Als dann die vulkanische Aktivität zurückging, verblieb der Lavatunnel: Ca. 300 Meter der Thurston Lava Tube sind erschlossen und für Touristen begehbar.

Haleakala Nationalpark

Der Haleakalā-Nationalpark ist das seit 1961 eigenständige Gebiet rund um den ruhenden Haleakala-Vulkan, der zuletzt 1790 ausbrach.
Der Park teilt sich in zwei Gebiete: das Gebiet rund um den Haleakala Kraters und das Kipahulu Gebiet.
Der riesige Krater des 3.055 Meter hohen Haleakala-Vulkans hat eine Ausdehnung von 49 km². Der Krater wurde durch die starken Regenfälle über Jahrtausende zu einem ausgewaschenen großen Becken mit mehreren Vulkankegeln und dicken Schichten von Asche und Bims. Das Innere des Kraters wird durch die großen Aschekegel noch beeindruckender. Viele Besucher kommen morgens zum Gipfel, um den spektakulären Sonnenaufgang zu beobachten. Noch mehr Besucher genießen die ebenfalls faszinierenden Sonnenuntergänge. Auch das Waldgebiet „Hosmer’s Grove“ lädt zum Staunen ein, wo heimische Pflanzen mit anderen Pflanzen gemeinsam als Experiment wunderbar gedeihen und einen einzigartigen Anblick bescheren.
Der Nationalpark ist auch bekannt für seine fast perfekten Bedingungen zum Sternebeoachten, denn nirgends ist die Luft so trocken, dunkel und klar, wie dort. Im Haleakala Observatorium wird international geforscht.
Im Kipahulu-Tal findet man eine unglaublich umfassende Artenvielfalt im dortigen biologischen Reservat. Es leben dort mehr bedrohte Tierarten als in jedem anderen Nationalpark der USA. 

Humuhumunukunukuapua’a

Der Picassodrückerfisch, oder kurz humuhumu, ist Teil der Familie der Drückerfische. Der nicht ganz unkomplizierte Name bedeutet: „Drückerfisch mit der Schnauze wie ein Schwein“. Humuhumunukunukuapua’a ist eines der längsten Wörter in der hawaiianischen Sprache und einige scherzen, dass der Name länger als der Fisch sei.
Klassifiziert als „Rhinecanthus rectangulus“ ist diese Art an den Salzwasserküsten von einigen zentralen und südlichen Inseln des pazifischen Ozeans beheimatet. Ein Picassodrückerfisch wird etwa 30 cm lang und besitzt eine auffällige, konrastreiche Färbung, denn ein großer schwarzer Keil zieht sich von der Afterflosse zu den Augen und tarnt diese, während Schwanz-, After- und Rückenflosse hellblau sind im Kontrast zum gelben Rücken mit weißer Zeichnung.
Der Picassodrückerfisch war schon 1985 zum offiziellen Fisch von Hawaii ernannt worden, aber dieses Gesetz lief aufgrund von Formalitäten nach fünf Jahren aus. Im Jahre 2006 wurde der Fisch dann erneut und diesmal dauerhaft zum Staatsfisch von Hawaii ernannt.