Denali Nationalpark

Schon 1917 zum Nationalpark deklariert, damals allerdings noch unter dem Namen „McKinley Nationalpark“, ist der Denali Nationalpark eines der Highlights jeder Alaskareise. „Denali“ bedeutet in der Sprache der Athabasken Indianer „Der Große“, benannt nach dem höchsten Berg Nordamerikas, dem Mount McKinley.

Anfang des 20. Jahrhunderts bereiste der Naturforscher und Jäger Charles Sheldon die Gegend und war so sehr vom Wildreichtum des Gebietes begeistert, dass er sich vehement für die Einrichtung des Nationalparks einsetzte. Im Jahr 1980 wurde der Park erweitert und in „Denali Nationalpark“ umbenannt. Heute misst die Fläche des Parks 24.000 Quadratkilometer.

Der Mount McKinley ist 6.194 m hoch und nach dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten William McKinley (Amtszeit 1897 – 1901) benannt. Ein weiteres Highlight des Parks ist auch der Wonder Lake, an dem man eine wunderbare Aussicht auf den Mount McKinley hat und in dessen unmittelbarer Umgebung die Tundra mit Heidelbeersträuchern ausgezeichnete Lebensbedingungen für Grizzlybären und Karibus schafft.

Auf dem Weg dorthin überquert man den Polychrome Pass, der durch seine unterschiedlich gefärbten Felsen begeistert – entstanden vor 50 Millionen Jahre durch Vulkanismus.

Insgesamt hat der Park jedes Jahr mehr als 600.000 Besucher und vielen von Ihnen gelingt es Alaskas „Big Four“ zu sehen: Grizzly, Elch, Karibu und Dall-Schaf.  

Kenai Fjords Nationalpark

Der 2.460 Quadratkilometer große Kenai Fjords Nationalpark wurde 1980 durch die „Alaska National Interest Lands Conservation Act“ ins Leben gerufen. Er umfasst einige der schönsten und am leichtesten erreichbare Küsten Alaskas und Gletscherlandschaften sowie eine artenreiche Meereswelt.

Der Park ist berühmt für den 1.600 Meter hohen Kenai-Berg, der vollständig vom 777 Quadratkilometer großen Harding-Eisfeld verhüllt ist. Die riesige, nur gelegentlich von Nunataks – aus dem Eis aufragende Felsen oder Berge -  unterbrochene Eisfläche speist die Gletscher, die von den Bergen hinabreichen und die tiefen Täler und Fjorde des Tales ausformen. Das 113 km lange und 48 km breite Icefield bildet alle Gletscher des Kenai Fjords. Es fallen durchschnittlich 15 Meter Neuschnee pro Jahr im Gebiet des Harding Eisfeldes.

Acht große der insgesamt 38 Gletscher fließen zur Küste hinab und kalben zum Teil gebäudeartig-große Eisberge, in die von ihnen geschaffene Fjordlandschaft.

Mit etwas Glück kann man bei Schiffsausflügen Buckel-, Beluga-, Zwerg- oder Killerwale entdecken. Die Chiswell Inseln gehören eigentlich zum 'Alaska Maritime National Wildlife Refuge' werden aber von den Ausflugsschiffen als eine der Hauptattraktionen angesteuert und beherbergen auch Brutplätze für Lummen, Lunde (Papageientaucher), Kormorane und Möwen. An den Ufern, meist in Sitkafichten haben sich die Weißkopfseeadler ihre Nester gebaut. Die Landsäugetiere, wie Schwarzbären, Schneebergziegen oder Rotfüchse haben die abgelegenen Gebiete des Kenai Nationalparks erobert. 

Wrangell-St.-Elias Nationalpark

Der Wrangell-St.-Elias-Nationalpark im südöstlichen Alaska ist mit rund 53.000 Quadratkilometern der größte Nationalpark in den Vereinigten Staaten und 9 der 16 höchsten Berge der USA sind hier zu finden. Der Park mit über 70 Gletschern zählt seit 1992 zum UNESCO Welterbe. Es ziehen sich drei prägende Gebirgsketten durch den Nationalpark: Wrangellberge, St.-Elias-Berge und die Chugach-Berge

Der namensgebende Mount Wrangell ist ein 4.137 m hoher Vulkan, dessen letzter Ausbruch erst rund 100 Jahre her ist. Die Athabaska Indianer nannten ihn „k’elt’aeni“  - den Beherrscher -, vielleicht weil Ihnen die noch immer auftretenden Rauchfahnen Respekt einflößten.

Im Park liegt Kennicott, eine verlassene Bergbausiedlung für fünf Kupferminen in der Nähe. Die Kennecott Copper Corporation begann im Jahr 1908 mit dem Bau der Mine, die 1911 in Betrieb genommen wurde und rasch zahlreiche Arbeiter anlockte. 1938 wurden die letzten Minen stillgelegt. Von dort wurde über McCarthy das so geförderte Kupfer durch die „Copper River and Northwestern Railway“ nach Cordova an den Golf von Alaska transportiert. Nach der Stilllegung des Kupferabbaus und Einstellung des Bahnverkehrs wurde McCarthy zur Geisterstadt. Erst in den 1970er Jahren, als die Region um Kennicott touristisch erschlossen wurde, siedelten sich wieder Menschen an. Die Ruinen der Minen von Kennicott sind bis heute erhalten geblieben und stehen auf dem National Register of Historic Places. Neben dem Kupferabbau wurde bei Nabesna im Norden auch Gold abgebaut.

Innerhalb des Parks sind drei verschiedene Schutzzonen ausgewiesen; ein Teil ist als „National Preserve“ ausgewiesen, in der das Schutzniveau am geringsten ist. Hier ist der Bergbau oder die Jagd sowohl als traditionelle Nutzung der Ureinwohner, als auch für Auswärtige und kommerziell zulässig. Noch heute wird in geringem Ausmaß in privaten Teilen des „National Preserves“ Bergbau betrieben. Die „Wrangell-Saint Elias Wilderness“ mit 36.732 Quadratkilometern ist als „Wilderness Area“ ausgewiesen, der strengsten Klasse von Naturschutzgebieten in den Vereinigten Staaten. Sie ist die Kernzone des Nationalparks und zugleich die größte „Wilderness Area“ der USA, wobei sie zehn Prozent des gesamten „National Wilderness Preservation“ Systems ausmacht.

Katmai Nationalpark

Der Katmai-Nationalpark, der viertgrößte Nationalpark der USA, wurde am 2. Dezember 1980 durch den Alaska National Interest Lands Conservation Act eingerichtet und befindet sich auf der Alaska-Halbinsel gegenüber der Kodiak-Insel. An den Nationalpark schließt sich eine Kette von Naturschutzgebieten auf der Halbinsel an, die den Katmai-Nationalpark, Becharof National Wildlife Refuge, Alaska Peninsula National Wildlife Refuge, Aniakchak National Monument and Preserve und Izembek National Wildlife Refuge umfassen.

Der Ausbruch des Novarupta 1912 war einer der heftigsten Vulkanausbrüche der bekannten Zeit, trotzdem gab es glücklicherweise keine Todesopfer in der kaum bewohnten Wildnis. Etwa 33 Mrd. Tonnen Asche und Bimsstein wurden bis 40 km hoch in die Atmosphäre geschleudert, das unmittelbare Tal wurde unter einer bis zu 200 m dicken Ascheschicht begraben und es wurde berichtet, dass man zwei Tage lang eine Laterne, die nur eine Armlänge entfernt gehalten wurde, nicht erkennen konnte.

Der Vulkanausbruch hatte so starke Auswirkungen auf den gesamten Planeten, dass die Jahresdurchschnittstemperatur im darauffolgenden Jahr um ein Grad Celsius fiel! Eine weitere Folge war die Entstehung des „Valley of 10.000 Smokes“ (Tal der 10.000 Rauchsäulen), das 1918 das erste mal durch Forscher entdeckt wurde mit bis zu 200 m in die Höhe steigendes verdampfendes Wasser, das unter der heißen Schicht lag. Aber die meisten Rauchsäulen versiegten schon bald. Die übrigen Fumarolen sind bis heute aktiv und stoßen heiße Gase und Wasserdampf aus - was dem Tal den Namen gab. Das Tal ist etwa 20 km lang und drei bis neun Kilometer breit.

Die 15 bis heute aktiven Vulkane im Nationalpark sorgen täglich für kleine Erdbeben und gelegentlich Rauchfahnen der Vulkane, da die Halbinsel direkt hinter dem Aleutengraben, der Tiefseerinne zwischen der nordamerikanischen und pazifischen Platte, liegt.

Doch die meisten Gäste kommen wegen der Brooks Falls, an denen die Braunbären während der Lachswanderung in großer Zahl stehen und darauf warten, dass ihnen die Lachse ins Maul fliegen. Dort kommen nämlich alle 5 pazifischen Lachsarten vor und es ist einer der besten Plätze der Welt um die Braunbären sicher beim Lachsfischen beobachten zu können.