Humahuaca

ist eine Stadt in der Provinz Jujuy in Argentinien und liegt am Río Grande de Jujuy in der Schlucht “Quebrada de Humahuaca“. Die im wüstenhaften Klima liegende Stadt ist vor allem wegen seiner gut erhaltenen Kolonialgebäude und seinem lebhaften Wochenmarkt ein beliebtes Ziel für Reisende. Die 150 Kilometer lange Schlucht, die von der Gebirgsstadt San Salvador de Jujuy auf 1.200 Metern Höhe auf beinahe 3.000 Meter bei Humahuaca ansteigt, ist eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten, die Argentinien vorzuweisen hat. Der berühmteste Abschnitt ist gewiß der von Tilcara nach Purmamarca, denn hier stehen die "Siete Colores", die "Berge der sieben Farben“. Die Berge erstrahlen nur so mit ihren gelben, weißen, roten, türkisen, blauen, orangenen und lilanen Gesteinsschichten. Die Vegetation in dieser Gegend ist karg und doch erstrahlt die Quebrada bei Sonnenauf- oder untergang in fast übernatürlicher Schönheit, wenn die farbigen Gesteinsschichten zu leuchten beginnen. Die interessanten Färbungen sind das Ergebnis von Sedimentablagerungen, ein Prozess, der sich über 600 Millionen Jahre hinzog. Im Gegensatz zu den anderen Regionen von Argentinien, leben in der Quebrada viele Indios, die sich hier in ihre Dörfer zurückgezogen haben. Die katholische Kirche konnte in der Region Jujuy nur Fuß fassen, in dem sie den Mythen von der Erdenmutter Pachamama ein paar christliche Elemente zufügte und ansonsten nicht versuchte, den Indios ihre Kultur und ihre Religion zu nehmen. Die atemberaubende Landschaft und die Geschichte des Landes machen eine Reise durch dieses Tal zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Titicaca-See

Der Titicaca-See ist mit einer Fläche von 8.300 km² fast so groß wie Korsika und somit der zweitgrößte See in Südamerika. Er befindet sich auf dem Altiplano, der Hochebene der Anden und gehört zu Peru und Bolivien. Der Titicaca-See ist das höchstgelegene kommerziell schiffbare Gewässer der Erde und hat eine maximale Tiefe von 281 m. Als Trinkwasser- und Nahrungsquelle und durch seinen Fischreichtum ist er für die hier lebende Bevölkerung von großer Bedeutung. Das Gewässer erzeugt ein günstiges Mikroklima, was den Anbau von Kartoffeln, Mais und Quinoa in den Höhenlagen ermöglicht. Neben dem Anbau von Gemüse ist die Haltung von Alpakas, Lamas, Rindern und Schafen eine wichtige Lebensgrundlage.

Rund 36 Inseln verteilen sich auf dem See mit seinem unglaublich klaren und blauen Wasser. Jede Insel hat ihre Besonderheiten, so ist die Isla Suriqui berühmt für ihre Binsenboote, die Isla Kalahuta für ihre Steingräber und die Isla Incas soll nach dem Volksglauben ein unterirdisches Wegenetz besitzen, das sie mit der alten Inkahauptstadt Cuzco in Peru verbindet. Den hier lebenden Indianern ist das Gewässer heilig und die berühmte Sonnen- und Mondinsel, mit ihren uralten Ruinen, sind die Ursprungsorte des Schöpfungsmythos. Der Legende nach erschien auf der Isla del Sol der weiße bärtige Gott und erschuf die ersten Inkas, Manco Capac und seine Schwesterfrau Mama Ocllo. Auf beiden Inseln existieren zwischen kleinen traditionellen Dörfern viele uralte Ruinen. Die schwimmenden Inseln des Volks der Uros bestehen aus kreuzweise aufgebrachten Lagen aus Totora-Schilf. Das Schilf ist eine wichtige Lebensgrundlage und die Boote für den Fischfang und die Matten für den Bau der einfachen Hütten bestehen daraus. Auf der zu Peru gehörenden Insel Taquile leben heute noch etwa 1600 Quechua. Dieses Volk auf der knapp 9 km² großen Insel wurde erst spät entdeckt, da sie sich immer bei Ankunft von Fremden versteckten. Berühmt sind die Inselbewohner heute wegen ihrer strickenden Männer. 

Machu Picchu

Die Inkas erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert in 2360 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu und Machu Picchu. Die gut erhaltene Ruinenstadt in den Anden liegt über dem Urubambatal, 75 Kilometer nordwestlich der Stadt Cusco. Die terrassenförmige Stadt ist über einen schmalen Bergpfad sowie über größere Inka-Pfade mit der einstigen Hauptstadt des Inkareiches Cusco verbunden. Man kann inzwischen aber auch mit dem Zug durch eine landschaftlich reizvolle Gegend ans Ziel gelangen.

Die Stadt in den Wolken wurde vom Inkaherrscher Pachacútec Yupanqui errichtet. Als 100 Jahre später spanische Eroberer geführt von Pizarro, immer näher kamen, wurde die Stadt fluchtartig verlassen. Womit jedoch keiner gerechnet hat, Machu Picchu wurde von Pizarro übersehen. Erst im Jahr 1911 wurde die inzwischen vom Dschungel überwucherte Anlage von dem amerikanischen Forscher Hiram Binghams „wiederentdeckt“. Es ist leider nur sehr wenig über die Anlage bekannt, aber die Forschung geht davon aus, dass die Stadt in ihrer Hochblüte bis zu 1.000 Menschen versorgen konnte. Ausgrabungen zeugen von einer ausgebauten und einst voll funktionsfähigen Stadt, die über längere Zeit bewohnt wurde. Sie besitzt heute noch eine voll funktionsfähige Wasserversorgung und eine aufwendige Regenwasserableitungsstruktur. Bei Erforschungen der Stadtanlage, wurden über 50 Grabstätten mit mehr als 100 Skeletten gefunden. Man nimmt an, dass Machu Picchu als königlich-religiöse Zufluchtstätte der Inkas galt. Hier sollen neben dem Regenten auch die „Jungfrauen der Sonne“ und seine Bediensteten gewohnt haben. Die UNESCO nahm Machu Picchu 1983 in die Liste des Weltkulturerbes auf.

Salar de Uyuni

Diese 12.000 km² große Salzpfanne in einer Höhe von 3653 m war früher ein prähistorischer Salzsee, der einen Großteil des Südwestens von Bolivien bedeckte.

Dieser größte Salzsee der Welt gehört zur Landschaft des Altiplano und ist eines der wichtigsten Highlights Südamerikas. Der Salar entstand durch das Eintrocknen riesiger urzeitlicher Binnenseen, die das Hochland vor etwa 100 000 Jahren bedeckten. Zeugen dieser wasserreichen Vergangenheit sind die gut sichtbaren Korallenbänke auf der Insel Inkahuasi (in Quechua: Haus des Inka). Die Insel ist auch für ihre vielen bis zirka 12 Meter hohen und teilweise mehr als 1.200 Jahre alten Säulenkakteen bekannt. Auch die „Isla de Pescadores“, eine Insel mitten in der Salzpfanne, hat interessante Kakteengebilde vorzuweisen. Hier befindet sich außerdem eine isoliert lebende Gruppe von Viscachas, eine Art langschwänzige Hasenmaus, verwandt mit dem Chinchilla. Im Südosten, in 4300 m Höhe, schimmert die „Laguna Verde“ in einem unglaublichen Blaugrün. Hinter dem See ragt der 5930 m hohe Volcán Licancabur empor, auf dessen Gipfel versteckt eine inkaische Grabstätte liegt. Um die Götter gnädig zu stimmen, wurden Inkajünglinge gezwungen, nackt auf den Gipfel zu steigen und dort zu erfrieren.

Im Süden des Salar de Uyuni liegen die spektakulären, bizarren Vulkan- und Wüstenlandschaften. Sie sind Heimat vieler geschützter Tierarten wie der Vicuñas. Hier liegt die Laguna Colorada mit ihrem rosafarbenen See, inmitten einer baumlosen, hügeligen Landschaft. Besonders Vogelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, da der See Heimat für die seltenen James Flamingos ist. Die Temperaturen fallen bis minus 20°C. Der See ist so gut wie frei von jeglicher Art von Lebewesen.