Liwonde Nationalpark

Der Liwonde Nationalpark, östlich des Flusses Shire an der Grenze zu Mocambique gelegen, ist seit dem Jahr 1973 offiziell als Nationalpark deklariert. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Entdecker und Kapitän Henry Faulkner über die Liwonde Region geschrieben und erzählte von riesigen Herden Zebras, Elefanten, Elandantilopen, sogar von Hyänen und Nashörnern war die Rede. Leider wurde die Region um den heutigen Liwonde Nationalpark im späten 19. Jahrhundert stark bejagt und die Bestände schrumpften stetig. Bis 1930 waren Gnus, Nashörner, Nyalas und Elefanten ausgerottet. In den 60er Jahren wurden die letzten Wildhunde, Büffel und Zebras gesehen. Um das verbliebene Wild zu schützen, wurde das Areal 1962 zu einem „kontrolliertem Jagdgebiet“ ernannt, 1969 erfolgte dann die Aufwertung zu einem Wildreservat. Somit war keine Jagd mehr möglich und im Jahr 1973 erfolgte dann endlich die Zertifizierung als Nationalpark. Seit diesem Tag regeneriert sich der Wildbestand hervorragend und die Gäste können große Elefantenherden beim Baden im Shire beobachten. Auch sämtliche Antilopenarten haben sich gut erholt, sogar die Nashörner sind zurückgekehrt. In den nächsten zwei Jahren sollen auch Geparden, Löwen und Leoparden nach und nach wieder in den Park integriert werden. Eine fantastische Vogelwelt ist derzeit schon wieder prächtig zu beobachten. Der ganzjährig Wasser führende Fluss Shire, er entwässert als einziger Fluss den Malawi See, bietet für sämtliche Tierarten eine hervorragende Lebensader. Neben Krokodilen, großen Nilpferdfamilien und Wasserwaranen lassen sich hier Heerscharen von Weißbrustkormoranen, Schreiseeadlern und Eisvögeln beobachten.
Unsere Unterkunft, das wunderschöne Mvuu Camp, liegt direkt am Flussufer des Shire und ermöglicht neben spannenden Boot-Safaris auch einen gemütlichen Sundowner auf der Terrasse Ihres Bungalows mit Blick über den Fluss.    

Zomba Plateau

Das Zomba Plateau im Süden Malawis ist eine der regenreichsten Regionen des Landes. Auf dem Plateau fallen bis zu 1800mm Regen im Jahr. Dieser Hintergrund macht die Region zu einem sehr dicht besiedelten und reichen Lebensort. Das Plateau erreicht eine maximale Höhe von 2087m und bietet eine Vielzahl von gut ausgebauten Wanderwegen. Das ganzjährig angenehm kühle Klima schafft hervorragende Bedingungen die Wälder, Wasserfälle und Flussläufe zu Fuß zu erkunden. Wer genau hinschaut kann Unmengen an bunten Schmetterlingen, Blumen und Vögeln entdecken. Meerkatzen und Paviane toben durch die Bäume, Schirrantilopen streifen durch das Unterholz und mit ganz viel Glück lässt sich sogar ein Leopard erspähen.
Der Baumbestand besteht hauptsächlich aus Mexikanischen Pinien, Zypressen und der in Malawi endemischen Mulanje-Zeder. Auch Jahrtausende alte Regenwälder können noch erwandert werden, diese sind jedoch auf die Ufer der Flussläufe beschränkt. Die Holz verarbeitende Industrie ist die Haupteinnahmequelle der Bewohner von Zomba. 

Malawi See

Der Malawi See bietet den Abschluss auf unserer Reise durch Malawi und bezaubert durch glasklares Wasser und eine kunterbunte Unterwasserwelt. Er ist der neuntgrößte See der Erde und wird einzig und allein durch den Shire Fluss entwässert. Mit einer Länge von weit über 500km und einer Tiefe von 704m ist er zudem der drittgrößte See auf dem afrikanischen Kontinent.

Während der Sklaverei zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert spielte der Malawisee eine große Rolle. Arabische Sklavenhändler hatten mehrere Schiffe am See stationiert, mit denen die Sklaven nach Tanzania überführt wurden. Von europäischer Seite „entdeckt“ wurde der See von dem bekannten Entdeckunsreisenden David Livingstone, welcher im September 1859 den „Maravisee“ (Maravi – wiederspiegelndes Licht) erreichte. Livingstone hat intensiv zur Beendigung des Sklavenhandels beigetragen und errichtete mehrere Missionen an den Ufern des Sees. Heute ist der See ein großer Lebensmittellieferant für die einheimische Bevölkerung. Täglich fahren die Fischer auf den See, um Ihr Dorf mit frischem Fisch zu versorgen. Tatsächlich findet bis heute jedoch kein industrieller Fischfang statt.

Auch touristisch ist der See eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Malawis. Neben unzähligen Schreiseeadlern und Nilpferden ist der See weltberühmt für seinen Artenreichtum an verschiedensten Buntbarschen. Fast 500 Fischarten wurden gezählt, die meisten davon gehören zu den im See endemischen, maulbrütenden Buntbarschen. Um die Brutstätten der verschiedenen Fischarten zu schützen, wurde 1980 der Malawi See Nationalpark eingerichtet. Dieser ist seit 1984 auch als UNESCO Weltnaturerbe gelistet. Der Park liegt ganz im Süden des Sees und umschließt das beschauliche Fischerdörfchen Monkey Bay, in welches Sie auch unsere Reise führen wird.